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Zitat
Womit ich sehr kämpfe, ist die Vernachlässigung des Genetiv und die "würde"-volle Umschreibung des Konjunktiv.
Aber damit stehe ich wohl langsam auf verlorenem Posten
Büchern als Beispiel genannt werden. In einem Forum, in welchem Fanfiction-Autoren unterwegs sind, kann das ein bisschen irritieren.Öhm, ja... *kratzt sich am Kopf* Ich halte mich nicht für dumm und bin es auch nicht aber kein normal sterblicher macht sich beim schreiben über sowas Gedanken, oder?
Ganz ehrlich, wenn ich etwas schreibe oder lese, dann muss mein Gefühl mir sagen das es richtig ist, es muss richtig klingen. Ich machte, werde und würde mir niemals darüber Gedanken machen welche Zeitform das nun ist und in welcher es eigentlich sein müsste solange es richtig klingt.
Wo ist das typisch österreichisch? Bei uns in der Gegend (Ost-NRW) sagt man auch "Jokurt", neben "Jog-kurt" - gibt ja auch einen Witz darüber, genau wegen dieser Aussprache. Und was Aussprache versus Schreibweise angeht, da gibt es viele Beispiele. Wir sagen auch "er ist wech" statt "er ist weg". Und allein schon der Unterschied in der Aussprache zwischen "weg" und "Weg" müsste zu Verwirrungen führen. Da muss man nicht einmal einen Joghurt anbringen.Wobei mir hierzu ein Gegenbeispiel einfällt, dass typisch österreichisch ist: Joghurt. Wir sprechen JoKurt, wodurch zwei Rechtschreibfehler schon vorprogrammiert sind. In Deutschland sagt man JoGGurt. Damit kann grundsätzlich nur noch das "h" vergessen werden ;-)
Chatsprache ist praktisch eine geschriebene Umgangssprache. Ich sage im alltäglichen Gespräch auch "Da hamma aber Glück gehabt". Im Alltag, auf der Straße, achtet niemand übergenau darauf, ob es grammatikalisch korrektes Hochdeutsch ist. Deshalb nennt man so etwas Umgangs- und Alltagssprache. Wenn ich eine Diskussion führe, dann ist es nicht ungewöhnlich, dass ich hier und da auch in Alltagssprache abrutsche. Solange es nicht noch weiter abrutscht, finde ich das nicht einmal zu problematisch. Ich sehe nämlich auch noch einmal einen Unterschied darin, ob ich "hier" (in einem Forum in einer Diskussion) schreibe oder in einer Geschichte. Je nachdem, was man schreibt, benutzt man eine andere Sprache. Für eine Geschichte benutze ich "anderes" Deutsch als für eine Interpretation - und beides ist größtenteils Hochdeutsch.Aber nicht nur, dass Satzbau, Zeitformen und Aussprache unsauber gesprochen werden. "Da hätt ich gern mehr von", "da sag ich nix zu"...., wird es genau so in diversen Foren geschrieben. Ich meine damit nicht den allseitsbeliebten Chat, wo es verdammt schnell gehen muss uns sowieso keiner genau weiss, ob es ein Tippfehler oder Unwissenheit ist. Ich habe Ende der 80er im IRC oft parallel in 5 Channels und 15 Querries geplaudert.
In dem Fall wäre es aber im Text selbst nicht vollkommen unangebracht. Wenn es in einer Zeit spielt, in der ein Weib einfach jede verheiratete Frau ist, und man es zumindest einmal so angedeutet hat, dann wäre es für mich vollkommen in Ordnung, wenn im Text Weib als Beschreibung auftaucht.add bedeuten:
Sehr viele Worte erfahren mit der Zeit eine Veränderung hin zu besserem, schlechterem oder völlig anderem Sinnverständnis.
z.b. hiess Weib früher einfach nur verheiratete Frau und eine Jungfer/Jungfrau war unverheiratet.
Spielt also ein Roman in der passend historischen Zeit und der Autor verwendet im Dialog "Weib", werde ich es als Bereicherung empfinden.
Schreibt er aber im Text Weib, wird es mich stören.
Ersteres würde ich ohne weiteres verstehen und hinnehmen, zweiteres würde ich schon ein wenig überdenken - einfach, weil ich "harren" hauptsächlich als "ausharren" kenne, oder eben in dem feststehenden Ausdruck "Harren wir der Dinge, die da kommen". Aber ich könnte mir die Bedeutung ohne weiteres herleiten. Dennoch, ich würde so etwas keinesfalls sagen und beim Schreiben würde ich es nur dann gebrauchen, wenn es wirklich in die Umgebung passt (historisch/charakterlich)."Was ficht dich an", in alten Büchern oft verwendet, zöge wohl einige verwunderte Blicke nachsich.
"Der junge Mann harrt meiner", als Erklärung warum ein Bursche vor der Tanzschule herumsteht, konnte mein damaliger Tanzlehrer auch nicht verstehen.
Nun, wenn du es zitierst, ist es nicht falsch. Gleichzeitig musst du bedenken, dass wir ja eine wundervolle neue Rechtschreibung haben, durch die scheinbar niemand mehr bei vielen Dingen weiß, wie es richtig geschrieben wird, vor allem, da hier und da zwei Sachen richtig sind, die Regeln Dinge geändert haben, so dass sie nur noch unlogisch sind etc. Falls es solche Fehler sind, würde ich das teilweise vermutlich einfach hinnehmen, einfach, weil es teilweise ein Durcheinader sondergleichen ergeben hat.„Hier steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor." ist ein sehr schönes Beispiel dafür, dass manchens früher richtig und heute falsch ist.
Ebenso wird wohl kein Deutschlehrer darauf einsteigen, wenn in Rechtschreibfehler damit begründet werden, dass man das so bei Luther gelesen hätte.
Wortwiederholung ist das eine, eine veraltete Bedeutung eine andere. Wie oben erwähnt, in bestimmten Wendungen existiert es eben noch und darauf sollte man sich einstellen."Bedeuten" im Sinne von "anzeigen", "hinweisen" ist veraltet und deswegen stört es mich, wenn ich es in einem modernen Kontext auf jeder dritten Seite eines Buches lese. Wobei hier jetzt noch zusätzlich die Wortwiederholung ist Spiel kommt, die wir schon besprochen haben.
Ich habe das auchUff, das ist ein sehr sehr schwieriges Thema. Gleich vorne weg, einzigste war auch mal ein Wort das ich gerne falsch geschrieben habe. (...) Allerdings muss man wohl auch sagen das "Mundart" enorm zum Fehlen von Grammatik und Rechtschreibung beiträgt. Ich selbst erwische mich neuerdings immer wieder wie ich meinen Sohn (4 Jahjre) verbesser weil er statt "sagt" "sachst" sagt (O.o) oder ähnliches.
"einzigster", "nach xy gehen" - und immer die Korrektur, man könne einzig nicht steigern, wenn man nach einem geht, dann verfolgt man den praktisch...Dem stimme ich absolut zu. Das ist bei mir nicht nur im Deutschen so, das ist auch in allen Fremdsprachen, die ich lerne. Wenn es sich richtig anfühlt, dann schreibe ich es, egal, ob ich jetzt genau darauf achte, ob die Grammatik korrekt ist oder nicht. Sobald man einmal in der Sprache drin ist, entwickelt man automatisch ein gewisses Gefühl dafür, was richtig klingt und was falsch. Ich setze mich nicht vor eine Geschichte und überlege, ob ich sie jetzt mit dem Perfekt oder Imperfekt (oder, wie es ja im Deutschen heißt: Präteritum) schreibe, wo ich ein Plusquamperfekt einbauen muss und ob ich jetzt den richtigen Modus verwendet habe.Ganz ehrlich, wenn ich etwas schreibe oder lese, dann muss mein Gefühl mir sagen das es richtig ist, es muss richtig klingen. Ich machte, werde und würde mir niemals darüber Gedanken machen welche Zeitform das nun ist und in welcher es eigentlich sein müsste solange es richtig klingt. Wenn ich in einer FanFiction einen Fehler mache, so mag man mich darauf hinweisen ansonsten sollte man sich auch nicht darüber beschweren. (Wer nicht wählen war, darf sich auch nicht über Politiker beschweren)
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