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Dienstag, 27. Juni 2006, 20:21

Das Gute-Charaktere-ABC

Also legen wir mal los wenn ich hier schon den Aufruhr verursacht habe dann starte ich auch mal die Materialsammlung. Und beginne mit der Obersten Goldenen Regel.


Eine Figur MUSS wahrscheinlich sein!



Es gibt zwei Dimensionen in denen diese Wahrscheinlichkeit gewährleistet sein kann.

Die Synchrone - also Zeitgleiche - Ebene: Der Charakter fügt sich in sein aktuelles Umfeld.
Beispiele: Ist die Figur Schüler in Hogwarts muß sie Zauberer sein um Wahrscheinlich zu sein.
Ist die Figur ein Schulflirt von Sirius ist es wahrscheinlich, daß sie gutaussehend ist.

Figuren die Synchron Wahrscheinlich sind, fallen zwischen den Romanfiguren nicht auf und werden durch diese dominiert. Hierbei ist es wichtig, das Synchron begründete Figuren IMMER Nebenfiguren sind, sie selbst können nicht handlungstragend sein. Sie haben nämlich keine Gründe zu handeln, sie können nur in ihrer Funktion, auf das Handeln der Hauptfiguren reagieren.

Diakrone - also Prozesshafte - Ebene:
Selbsterfundene Hauptfiguren brauchen ein Eigenleben, sie müssen in sich selbst wahrscheinlich sein. Die Gründe für ihr aktuelles Verhalten dürfen nur in ihrer eigenen Vergangenheit/Geschichte oder in ihren Zielen liegen.
Beispiele: Das Ginny gut Fliegen kann ist nur deshalb wahrscheinlich weil sie ihr bisheriges Leben in Gesellschaft von fünf quiddichspielenden Brüdern verbracht hat. Im Gegensatz dazu wäre es äußerst Unwahrscheinlich daß Hermine, als Mugglekind ohne sportliche Interessen auf einen Besen steigt und sofort wie ein Vogel fliegen kann.
Das gleiche klappt auch mit Zielen, Draco will Todesser werden, daher ist er bemüht Harry und allen DD Anhängern das Leben schwer zu machen. Wäre es sein Ziel sich vor Voldemort zu verstecken bräuchte er Anhänger auf der anderen Seite und würde sich ungeachtet aller charakterlichen Unterschiede bei Harry und den Anderen Einschmeicheln.

Die Wahrscheinlichkeit eines Charakters ist leicht zu bestimmen, man muß sich nur Fragen "Wieso?" Solange man eine Antwort darauf hat ist man auf dem richtigen Weg.

2

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:24

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

Ach ja, Anmerkung, ich werde hier in den nächsten Tagen sicher reichlich komisches Zeug reinschreiben, weil Charakterkonzepte mein Steckenpferd sind, aber das soll hier kein Monolog werden. Also bitte, bitte mitdenken, mitreden, mitdiskutieren, wiedersprechen, frangen, antworten etc.!!!

3

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:25

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

*woow* Das fängt ja schon mal richtig gut an.
Hab beim Lesen gemerkt, dass es noch sehr wissenschaftlich beschrieben ist, also wär ich jetzt ein Normalleser gewesen (oder ein Durchschnittsfanfictionschreib er von 15/16 Jahren) dann hätt ich wohl spätestens beim dritten Absatz aufgegeben.
Wenn wir das Gute-Charakter-ABC (sehr feiner Titel :D) unseren Lesern präsentieren wollen, müssen wir es noch ein bisschen umformulieren, das wär doch in Ordnung, oder?

Aber ich bin gespannt, was da noch in nächster Zeit hinzukommt.

Interessant find ich, dass ein neuer Charakter immer nur Nebencharakter sein darf, soweit ich das jetzt richtig verstanden hab, jetzt kann ich nicht mehr nachgucken, weil die Antworten unten nicht eingeblendet werden *grummel*...

Erst mal verlink ich das Thread im HPFFA, damit sich mehr Leute hierherscharen *hehe*

~Len

ps. gute Arbeit, Vistin, auch wenns Dein Steckenpferd ist, ich bin stolz auf dich :D

4

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:25

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

*knix* Danke :-)

Und Nein, ein _Neuer_ Charakter muß nicht Nebencharakter sein. Wenn er aber Hauptcharakter ist braucht er eine Diakrone Begründung. Siehe Abschnitt zwei.
Wenn ich einen Charakter so konzipire, daß er als "Mädchen für Harry" funktioniert, dann ist dieser Charakter nur Harrys Mädchen, nichts mehr. Harry muß seine Sache immer noch allein machen, der neue Chara kann ihm nur hinterherlaufen, im Weg stehen oder helfen. Es ist Harry der handeln muß.
Soll der Charakter von sich her handeln braucht er eine Biographie, er braucht Gründe wieso er handelt. Also eine Diakrone Wahrscheinlichkeit.
Aber zu Biographien werde ich die Tage noch was schreiben...

Und was wissenschaftlich angeht ... sorry, hab mich eigentlich schon sehr bemüht allgemeinverständlich zu schreiben, wollte aber hier auch nicht gleich romane verfassen, ich hoffe ich finde noch den Mittelweg. Aber selbstverständlich dürft ihr alles nach belieben umformulieren.

Rudi

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Dienstag, 27. Juni 2006, 20:26

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

Zitat von »"Vistin"«

Selbsterfundene Hauptfiguren brauchen ein Eigenleben, sie müssen in sich selbst wahrscheinlich sein. Die Gründe für ihr aktuelles Verhalten dürfen nur in ihrer eigenen Vergangenheit/Geschichte oder in ihren Zielen liegen.



Im Rahmen des Eigenlebens, darf dann ein OC auch mal in einem Kapitel etwas mehr dominieren als die Hauptcharaktere, wenn er nicht die ganze FF bestimmt? Oder ist das schon schädlich?

Grüße aus dem Muggelland

Rudi
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6

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:27

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

Zitat von »"Rudi"«

Im Rahmen des Eigenlebens, darf dann ein OC auch mal in einem Kapitel etwas mehr dominieren als die Hauptcharaktere, wenn er nicht die ganze FF bestimmt? Oder ist das schon schädlich?



Ja genau wie ist das mit dem eigenen Orginal-Charkter?
Wenn man neben der magischen Zaubererwelt noch eine naturmagische Welt erschaffen hat, welche Welt muss dann dominieren? Der Hauptcharackter (OC) ist naturmagisch veranlagt. Darf er zum Zugpferd der Geschichte werden oder sollte er besser hinter den Zauberern von JKR zurückstehen?

7

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:31

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

@Rudi: Ein selbsterfundener Charakter, der über einen logischen Werdegang verfügt und dessen Aktionen im Rahmen der Handlung wahrscheinlich sind, kann gerne auch eine ganze Story dominieren.
Vielleicht war es hier dumm nur Romanfigur Beispiele zu nehmen, aber die paßten gerade so schön und selbsterfundene Hauptfiguren muß man genauso wie das Originalset behandeln.
Darüber hinaus ist es bei längeren Storys sogar wichtig den selbsterfundenen Charas ein oder zwei Kapitel zu widmen, den die Leser kennen diese Figuren noch nicht und um mit ihnen mitfühlen zu können (das wird wohl mein zweiter Punkt :-) müssen OCs in Hauptrollen ausführlicher vorgestellt werden.

Ansonsten gilt eine Faustregel, je öfter ein Charakter auftaucht, desto besser muß er Begründet werden.

@Cougar: Wenn Du zwei "Welten" hast, ist die Entscheidung welche dominiert, nicht von den Figuren abhängig, sondern vom Erzähler.
Bei einem allwissenden Erzähler (Er kann in alle Köpfe schauen, Du erzählst also alle Gedanken die dir für die Story wichtig erscheinen) Kannst du die "Weltanschauung" wechseln, je nachdem wo deine Handlung gerade spielt, auf Hogwarts würde die Zaubererwelt nach JKR dominieren, in einem magischen Hain deine Naturmagische Welt.
Erzählst Du in der Ich-Form, oder Personell (wie die HP Bücher, man weiß immer nur das was Harry - also nur eine einzige Figur - denkt und fühlt) dann gilt die Weltanschauung deines erzählenden Charakters, in deinem Fall müßtest du aus der Naturmagischen Perspektive erzählen. Weil das Die Welt ist, die Deiner Hauptfigur näher liegt.

PS.: Ich weiß nicht ob das rübergekommen ist, aber mit Hauptfigur meine ich nicht den Protagonisten selbst. im Fall HP, Wäre Harry der Protagonist und Ron und Hermine Hauptfiguren. Später baut Rowling ja noch weitere Figuren zu Hauptfiguren aus. In storys gibt es also nicht nur eine Hauptfigur.

8

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:31

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

Dennoch denke ich, dass auch ein Personell-Erzähler hin und wieder von dieser Perspektive loslassen sollte. JKR tut dies, indem sie uns ab und zu das Geschehen einer anderen Ebene bzw. eines anderen Ortes gibt. (Band 6: Erstes Kapitel - Band 1: Erstes Kapitel - Alle Bände: Einblicke in Voldemorts Leben etc.)
Dies macht die Sache spannender, da der Leser glaubt, ein klein wenig mehr zu wissen als der Protagonist (=Harry) und sich deshalb nicht außen vor gelassen fühlt, wie es in manchen Romanen der Fall ist.
Wollte das nur mal erwähnen ;)

Liebe Grüße
Zoe

9

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:31

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

Ein Erzähler kann seine Perspektive nicht wechseln, wenn er das tut wird die Geschichte konfus, was du meinst ist ein Erzählerwechsel. Damit hast Du absolut recht, eine Geschichte kann mehrere Erzählerfiguren haben, in einer Personell erzählten Geschichte kann die "erzählende" Person wechseln, oder man kann Kapitel mit einem auktoriellen Erzähler einbauen, besonders schick - aber auch recht schwer - sind Passagen mit einem neutralen Erzähler, so als ob eine Videokamera eine Szene beobachten würde.

Ein Perspektivenwechsel des Erzählers wäre, wenn man aus Harrys Perspektive Personell erzählt und plötzlich schreibt: "Hermine dachte an den Sommer vor 5 Jahren zurück als sie mit ihren Eltern ..." Also etwas was Harry weder wissen noch sehen kann. Das ist sehr schlecht! Schlechter Stil, unklare Erzählform = dringend zu vermeiden!

Das nur so der Vollständigkeitshalber.

10

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:32

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

Wenn man Geschichten veröffentlicht muß man dummer weiße damit rechnen, daß sich Leute finden die diese auch lesen.
Daher ist nicht nur eine gute Korrektur durch einen Betaleser wichtig, sondern auch die Anpassung das Handlungs und Charakterkonzepts.

Es ist meiner Meinung nach zwar eine sehr dumme Angewohnheit, aber Leser (Vorallem die, die nicht selber schreiben) sehen in OCs etwas schlechtes. Man betrachte sich nur mal die ganze MarrySue-Hysterie.
Daher hier ein paar "psychologische" Tips:

1. Überlegt Euch sehr genau, ob ein OC WIRKLICH für die Geschichte, also ihre Handlung, wichtig ist.
Macht Euch eine Liste, auf der Ihr alle Aufgaben und Charakterzüge Eurer OCs notiert, legt daneben eine Liste der Buchcharaktere und versucht die Punkte, die Ihr Eurem OC zugeschrieben habt den Buchcharakteren zuzuordnen, wenn ihr die Hälfte oder mehr auf die Buchcharas verteilen könnt, werden Leser Euren OC als überflüssig empfinden, daher wäre es zu empfehlen ihn rauszuschreiben.

2. Beginnt Eure Geschichten immer mit bekannten Charakteren. Natürlich fällt das flach wenn man aus der Sicht eines OCs erzählt, aber das ist eine Form von Storys die man eh komplexer betrachten muß. Nur so am Rande, bei einem OC-Erzähler empfiehlt es sich trotzdem mit einem auktorielen oder neutralen Erzähler den OC vorzustellen. Wenn man direkt mit "Ich lernte Harry im Sommer 2005 kennen ..." anfängt setzt jeder Leser den Autor mit der Figur gleich und die MarrySue Hysterie schlägt wieder zu. Das kann man mit ein paar Neutralen Absätzen vermeiden, weil so die erzählende Figur als Figur definiert wird und der Leser bekommt nicht das Gefühl mit dem Autor konfrontiert zu werden.

3. Erwähnt wenn möglich Eure OCs nicht in der Kurzfassung oder Einleitung der FF, das schreckt viele Leser von vorne herein ab und sie geben der Story und den vielleicht sehr guten und liebevoll gestalteten OC erst gar keine Chance.

Mir persönlich wichtig, aber sicher umstritten:
4. Bitte vergesst die ganzen MarrySue Tests. Ihr könnt keinen Charakter einschätzt wenn Ihr ihn mit externen Faktoren vergleicht. Ihr müsst einen Charakter immer im Kontext Eurer Story betrachten. Mir sind schon viele Texte begegnet deren Gleichgewicht durch überflüssige "vermenschlichungen" und "entMarrySue-Aktionen&quo t; völlig zerstört wurde. Wenn in Eurer Geschichte alles was ein Charakter anfasst gut geht, dann ist es eben so und es ist bescheuert dann eine Handlungsirrelevante Pleite einzubauen, nur weil das in einem MarrySue Test steht. Natürlich macht sowas einen kritischen Umgang mit dem eigenen Text notwendig, aber das ist eine Qualität die man als Autor sowieso UNBEDINGT erlangen muß. Und MS-Test helfen dabei so überhaupt nicht.

5. Wenn Ihr eine Geschichte fertig geschrieben und korrigiert habt (laßt Euch vom Beta auch inhaltliche Kommentare geben) veröffentlicht sie nicht sofort. Lasst sie eine Woche oder zwei liegen und lest sie Euch dann noch mal durch, wenn sie Euch dann immer noch so wie sie ist gefällt, wird sie auch anderen Lesern gefallen. Sowas nennt man Auf-Abstand-Lesen, und dabei kann man gut beobachten, ob sich eine Figur aus dem Text allein erklärt. Wenn ihr selbst nachdenken müsst wieso eine Figur an der Stelle gerade so handelt, wird es ein externer Leser erst recht nicht verstehen, ihr müsst diese Stelle dann dringend noch mal ändern.


11

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:33

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

Ja laßt mich nur alleine! Mit mir kann man es ja machen ... nicht ernst nehmen ich meckere nur gerne ;-) Aber ich finde das wirklich praktisch hier mal so all meine Gedanken zu ordnen und in Form zu bringen. Daher hoffe ich, ihr nehmt mir meinen Momolog nicht übel und könnt aus dem Gequassel das eine oder andere heraus ziehen was Euch weiter bringt.

So wo waren wir....
Wir haben uns also entschlossen eine Geschichte zu schreiben, haben uns eine Handlung überlegt uns einen Anfangszustand und ein Handlungsziel gesetzt.
Haben den Buchcharakteren ihre Aufgaben zugewiesen und uns entschieden daß wir zwei OC haben wollen.
Die Publikumsgefälligen unter uns haben geprüft, daß die Handlung auf diese zwei OCs wirklich nicht verzichten kann, der Rest grinst Arrogant und legt sich einen Ordner für Marry-Sue-Verrisse an :-) Hy ich hab hier im Forum Zuspruch gefunden ich werde forscher, was das Thema angeht ...
So, was ist der nächste Schritt, wir gehen hin und entscheiden welche Handlungskompetenz die OCs brauchen, damit sie funktionieren.
Der eine Chara soll Harry, Hermine und Ron die ganze über begleiten, also ein Hauptcharakter.
Der andere Charakter soll ein wichtiges Buch besitzen, das harry unbedingt braucht um wieder mal etwas nicht zu tun... eh sorry um etwas absolut unnötiges ... nein immer noch nicht gut .... ach egal, er braucht es eben. wir entscheiden uns daraus eine Nebenrolle zu machen.

"Ein Hauptcharakterchen aus Ton"
Bei einem Hauptchara braucht man Hintergrund, damit er glaubwürdig wird, er braucht Gründe aus denen er handelt. Aber so einen Hintergrund kann man vorwärts (biographisch) und rückwärts (idealtypisch) stricken.
Exkurs:
Dabei sollte ich etwas Literaturwissenschaftliches erwähnen. Die meisten Menschen die sich über Texte nicht all zu viele Gedanken machen, und dann von biographischen und idealtypischen Charakteren hören glauben, daß fast alle Charas die sie gelesen haben biographisch sind, ausgenommen vielleicht Superman. Das ist aber genau die falsche Annahme, nur sehr wenige Charas sind biographisch. Einerseits weil die Literartur diese Option erst seit etwa 1750 eigentlich sogar erst später, überhaupt kennt und zweitens, weil Text begrenzt ist und sich daher nicht jeder Autor die Arbeit macht für ein Buch eine neue Welt zu kreieren.

Trotzdem möchte ich hier die biographische Konstruktion erwähnen, auch wenn ich für sie eigentlich meine Vorrede ändern müßte, denn wenn ich einen Biographischen Charakter schreibe, beginne ich mit dem Charakter und nicht mit einer Handlung.
Hier beginnt man mit einem Pärchen und einem Bett, wer sind die beiden wo steht das Bett, wieviel Uhr ist es an welchem Tag? Dann wartet man 9 Monate und hat einen Chara dem man jetzt verschiedene Dinge antun kann und dann auf der Basis aller Dinge die man schon gesagt hat, muß der Charakter damit umgehen können. Hier liegt der Teufel im Detail, ein solcher Charakter entsteht wie Schach gegen sich selbst spielen - ohne Partei zu ergreifen! Der Autor weiß nicht wie sich sein Charakter am Ende verhalten wird, er weiß nicht was die Handlung ist, er schreibt nur glaubhafte Konsequenzen aus glaubhaften Vorfällen. Wobei Glaubhaft nicht Realistisch heißt. Lest mal "Das Parfüm" von Süßkind, oder kürzer "Die Verwandlung" von Kafka. Beides sind "Fantastische" Geschichten und in beiden ergibt sich die Handlung/der Text nur aus der Notwendigkeit eines Charakters. Eine solche Charakterkonstruktion ist schon ein eigener Text, kann ein ganzer Roman sein. Bei FFs kann man es auch als Simulation nehmen, ich nehme einen großkotzigen Penner und eine geistig instabiele Hexe und lasse sie ein Kind bekommen, was wird aus dem Kind? Die Simulation startet. Voldemort ist eine Ergebnisoption, Mutter Theresa aber auch. Wichtig ist, daß ihr an einem Punkt x beginnt und dann in eine Richtung entwickelt bei der ihr nicht wißt wo es enden soll.

Bei FFs nehmen sich nur wenige Leute vor es so zu machen, wobei es gerade hier oft so kommt. Man sagt dann oft, der OC hätte sich selbstständig gemacht. Ich kann jedem, der so einen Chara irgendwo rumfleuchen hat nur empfehlen sich das bewußt zu machen und weiter zu schreiben.
PS.: Oft sind das die Charaktere, die sofort als Marry-Sue auffallen, weil sie in allen FFs eines Autors auftauchen und ja, oft entspringen sie dem Selbstbild des Autors, aber nach meiner Erfahrung emanzipieren sie sich sehr schnell, weil sie eben nicht an die Realität gebunden sind wie der Autor, und weil ein Autor mit jeder Story besser wird.

Anmerkung:
Jedem sollte bitte klar sein, daß diese Texte auf meinem Mist gewachsen sind, beeinflußt von einem Germanistikstudium, reichlich Fachliteratur und unglaublich viel Text. Sie sind aber nur eine Meinung, eine Möglichkeit, mit der ich zwar nicht allein dastehe, zu der es aber reichlich Optionen gibt.
So ich mach jetzt mal Pause, in der Fortsetzung gibt es dann die Erläuterungen zum idealtypischen Chara.

Rudi

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12

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:34

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

Hallo Vistin,

ganz herzlichen Dank für Deine Ratschläge. Ich nehme mir immer ausreichend Zeit sie zu lesen.

Ist ein OC nicht immer einbisschen auch MarySue? Ob der OC so ist wie ich sein will, oder gerade das Gegenteil?

Viele Anregungen habe ich von dir in Betrachtung meiner eigenen FFs aufgenommen und durchgearbeitet. Ich muss gestehen, dass ich auf Grund der MarySue Diskussion ein paar menschlichen Eigenschaften wie Eifersucht und auch Eigennutz etwas mehr hervorgehoben haben. Aber ich musste mich wieder bremsen, damit der OC sein Gesicht nicht verliert.

Ich denke ein OC braucht eine Erklärung warum er eigentlich auftaucht, woher er kommt. Welchen Hintergrund und Erlebnisse er mit sich bringt und auch welch eigenen Ziele er verfolgt. Natürlich wollen die meisten das Böse besiegen oder umgekehrt, aber eigentlich haben sei auch persönliche Ziele. Das Böse muss weg, weil ich dann freier leben kann. Denn was passiert mit dem Heer der Guten, wenn das Böse ist verschwunden?

Warum nehme ich gerne OC, weil sie aus nicht dem Filz aus den festen Gefüge der JKR Welt stammen. Die Guten scharren sich um DD und den Orden, die Bösen um Tomi.

Mit einem OC kann man so herrlich, eigentlich feststehende Sachen hinterfragen.

Ich hoffe ich war nicht zu konfus, aber ich wollte meine Gedanken mal los werdne.

Grüße aus dem Muggelland

Rudi
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Dienstag, 27. Juni 2006, 20:34

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

Nee, ich will dich ja gar nicht alleine lassen. Das ist nun schon so viel Text, dass man den nicht mal so fix durchliest und schnell einen Kommentar dazu schreibt (ich muss zumindest erst drüber nachdenken ;))

Zu der Mary Sue Sache, ich finde, es ist am leichtesten zu überlegen, ob man den OC überhaupt braucht mit der Frage: Muss ich wirklich einen eigenen Charakter erfinden, oder könnte ich genauso gut einen vorhandenen Charakter nehmen (es gibt ja unzählige Namen, die einfach nur genannt werden, denen aber noch kein Charakter zugewiesen wurde. Außer vielleicht einem Haus (siehe Namensliste beim Sprechenden Hut).
Ich find es viel interessanter, einen vorhandenen Charakter, der von JKR nur genannt wurde, auszubauen, als unbedingt einen eigenen Charakter zu erfinden.

Das macht es auch für den Leser interessanter, denn ich zum Beispiel mag OC's selten, egal ob sie nun übertrieben, oder ganz toll beschrieben sind. Sie gehören für mich einfach nie wirklich dazu.

Das andere muss ich mir nochmal in Ruhe durchlesen, gibts später einen Kommentar zu :)

lg,
~nougat

Lythanda

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14

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:35

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

Ich will Dich sicher da auch nicht im Regen stehen lassen, aber ich bin schlicht und einfach zu grobmaschig gehäkelt für solch intellektuell anspruchsvolle Dinge. Ich habe 2 Semester Sprachwissenschaften studiert (was inzwischen locker 20 Jahre her ist), dann war mir das zu dröge und ich bin Krankenschwester geworden.

Ich schreibe aus dem Bauch heraus, vieles, was Du sagst kann ich vorbehaltlos unterschreiben, aber es fällt bei mir eher in die Kategorie: "Jo, so wolln wir tun.". ;)

Zu den OC's oder den schon mal genannten bei JKR muss ich sagen, daß ich einerseits kaum einen Unterschied sehe, ob ich einen Namen verwende, der einmal in einem Nebensatz von Buch 4 verwendet wurde, oder ob ich einen eigenen Namen verwende.
Das Risiko bei Namen, die JKR schon mal eingeworfen hat ist, dass sie evtl. in einem der kommenden Büchern aus diesem Namen eine Person macht die völlig der entgegen gesetzt ist, die ich aus dem Namen gemacht habe.
Da in wenigen Jahren diese Person dann zum "Canon" gehören wird, stehe ich als Autor als kompletter Idiot da, wenn ich ihr eine anderen Charakter gegeben habe.
Naja, vielleicht nicht als komletter Idiot, aber ich muss dann bei meiner Geschichte erklrärend hinzufügen, wann sie entstanden ist und dass es keineswegs meine Absicht war, JKR's Charaktere zu verfälschen, sondern, dass ich einfach nur zu früh dran war. *seufz*
Da der einmal genannte Name keinerlei Vorteile zu einem eigenen Namen hat, aber dieses Risiko birgt, werde ich es tunlichst vermeiden, ihn zu verwenden. ;)

OC's nutze ich nur, wenn ich jemanden brauche, der in der Welt von JKR nicht vorkommt, wo ich es aber trotzdem sehr interessant fände, die Interaktionen zu beobachten.
Und natürlich, wenn ich interessante Nebencharaktere benötige. ;)

Aber ok, wenn man die klassische Beurteilung ansetzt, dann schreibe ich eine Mary-Sue nach der anderen. Aber solange sie mir und meinen LEsern gefallen, nehme ich in Kauf, daß man meinen so liebevoll erschaffenen Charakteren diesen doch recht despektierlichen Namen gibt. ;)

Liebe Grüße
Lythanda
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“I used to think it was awful that life was so unfair.
Then I thought, wouldn’t it be much worse if life were fair, and all the terrible things that happen to us come because we actually deserve them?
So, now I take great comfort in the general hostility and unfairness of the universe.” Marcus Cole, Babylon 5

15

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:35

Re: Das Gute-Charaktere-ABC



Sorry die Pause fiel etwas länger aus, kam ein Roman dazwischen :-)

@Lythanda
Deine Reaktion ist mir die bestmögliche Bestätigung.
Natürlich schreibe ich bei sowas an vielen Autoren vorbei, aber Gesunde brauchen ja kein Pflaster. Wenn meine Versuche von Hilfestellung deiner Schreibroutine entsprechen dann haben sie eine Chance verirrte Autoren auf einen Weg zu bringen den Du aus Eigenerfahrung als effektiv bezeichnen kannst.
Außerdem dreh ich ja erst auf :-) Vielleicht kommt in Zukunft ja etwas an das Du auch noch nicht gedacht hast. :-P

Lythanda

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16

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:36

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

Hi Virstin,

ich finde es auf jeden Fall toll, was Du hier auf die Beine stellt. Ich bin sehr beeindruckt, weil ich mir über so viele Dinge kaum einen Kopf mache. Ich strukturiere meine Geschichten allerdings extrem und Charaktere erscheinen dann mehr oder weniger beiläufg. Sie klopfen sozusagen an, fragen, ob sie mitspielen dürfen und schwupps, sind sie drin. ;)
Ok, das war etwas spinnert, aber ein wenig spinnert sind ja alle Autoren, oder?

Was ich damit sagen wollte, manche Charaktere sind bei mir nur als Nebenfiguren geplant, bzw. nur als Stichwortgeber für eine einzige Situation gedacht. Aber weil es unlogisch wäre, daß ein vorher nie gesehener Informant von Snape da plötzlich steht, fange ich an zu erklären, warum er da steht. Und warum er vorher nie aufgetaucht ist, daß er seine Jugend in Spanien verbracht hat und erst gerade vor ein paar Wochen nach England zurück gekommen ist, wo die Familie seines Vater lebte, die aber.... bla bla... und schwupps gibts da ne elendig lange Familiengeschichte voller Tragik und am Ende steht ein junger Todesser, der nie einer sein wollte.
Und eigentlich brauchte ich nur einen Grund, warum Snape aus dem Haus geht, obewohl das zu der Zeit grade etwas unvernünftig war.

Verstehst Du, was ich meine? Der Typ war nie geplant, aber inzwischen ist er mir so ans Herz gewachsen, daß er ganze Teilkapitel für sich bekommt *schmunzel*

Ich weiss ehrlich geasgt nicht genau, ob er ein "guter Charakter" ist und mir fehlt das Wissen und Können, das auch wirklich zu analysieren *seufz*.

Ich wollte damit eigentlich auch nur erklären, daß ich es absolut interessant finde, wie Du hier diese Dinge erklärst, mir aber nicht sicher bin, ob ich überhaupt in der Lage bin, das beim Schreiben umzusetzen. Dafür bin ich wahrscheinlich einfach eine zu chaotische Autorin.

Liebe Grüße
Lythanda
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17

Dienstag, 27. Juni 2006, 20:37

Re: Das Gute-Charaktere-ABC

Hi Zusammen!

Sorry ist eine echt lange Pause geworden, aber ich versuche jetzt mal weiter zu machen. Bevor hier alles einschläft.

Der Idealtypische Charakter.
Ihn baut man von hinten auf, er hat eine Aufgabe zu erfüllen. Muß Idealen entsprechen und Klischees bedienen. Für alle die jetzt aufschreiben das wäre ja voll Mary-Sue mäßig und langweilig: Habt ihr die HarryPotter Bücher überhaupt gelesen?
Nein, ich nehme mich mal zurück. Wie ich schon im ersten Beitrag geschrieben habe, ein Charakter muß wahrscheinlich/glaubwürdi g sein, daher ist es hilfreich Erwartungen von Lesern bewußt zu erfüllen und zu enttäuschen. Bedenken muß man hier die Darstellung des Charakters aber darauf komme ich später.
Also Wie basteln wir uns einen idealtypischen Charakter?
- Zuerst geben wir ihm ein Ziel, eine Aufgabe. z.B.: Snape anlügen, Harry aufhalten, Ginny entführen
- dann eine Methode: soll er es brutal tun, listig, naiv, kompliziert
- und dann geben wir ihm eine Vergangenheit die ihm genau dies erlaubt. z.B. einen prügelnden Vater in einer kriminellen Gegend damit er in Punkto Gewalt unempfindlich ist, hohe Intelligenz und Ehrgeiz im Bereich der Okklumentik etc.

Eigentlich hat Lythanda ein sehr schönes Beispiel für sowas gebracht, aus einem in einer Situation benötigtem Charakter entwickelt sich eine Biographie, die wie komplex sie am Ende auch sein mag doch die kleine Aufgabe aus der sie sich ergeben hat erfüllen kann.

Zusammenfassung:
- Biographischer Charakter: Die Handlung ergibt sich aus dem Charakter, der von Geburt zu einem "ungewissen" Ende entwickelt wird.
- Idealtypischer Charakter: Die Handlung fordert einen Charakter mit bestimmten Eigenschaften, der so zur Verfügung gestellt wird und dann eine Vergangenheit konstruiert bekommt die begründet wieso er diese Eigenschaften hat.

Wichtig: Real existierende Charakter die von Autoren entwickelt und verwendet werden sind meistens Mischformen, weil sich die Ideen und Meinungen eines Autors beim schreiben ändern und er seine Story und damit seine Charaktere immer wieder nachbessert und verändert. So 98% aller (guten) Charaktere sind Idealtypische Charaktere die Biographische Episoden aufweisen. Diese Mischung gewährleistet auch ein gesundes Verhältnis zwischen Aufwand und Wirkung. Eine echte Biographie eines Fiktiven Menschen ist schon fast eine Lebensaufgabe, weil ein Mensch in jeder Sekunde 1000 Entscheidungen treffen kann die man bei einer Figur dann auch begründen müßte. Einen Idealtypischen Charakter kann man mit Hilfe der Vorgefertigten Erwartungen einer Gesellschaft in zwei Minuten zusammenschustern, die Lösung liegt irgendwo dazwischen. Wichtig ist es sich Gedanken über einen Charakter zu machen und diese Modelle hier können dabei helfen.

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