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1

Donnerstag, 24. Januar 2008, 12:33

Hilfe, mein erste Mal ;)

Zum Glück ist es nicht das, was wahrscheinlich jetzt die Hälfte der Leser gedacht haben, als sie den Topictitel gesehen haben ;)

Nein, ich versuche mich gerade an meiner ersten größeren zusammenhängenden Story. Mein Problem ist folgendes:
Ich hab unglaublich viele Ideen, aber bekomme nur die Hälfte davon so befriedigend für mich zu Papier, dass es mich langsam frustriert. Interessanterweise sagen mir Bekannte, die die Stellen lesen, dass sie toll und spannend wären. Ich empfinde das allerdings überhaupt nicht so. Geht euch das auch so? Dass ihr unzufriedener mit den Dingen seit, die ihr schreibt, als andere, die es lesen?

Und was zum Teufel mache ich mit Gesprächen. Klar, ich schreibe nicht "blablabla" sagte X und Y antwortete: "blablablub", während Z fragte: "Hä?"
Habt ihr Tipps für mich, wie ich Gespräche zwischen mehreren Leuten interessant gestalten kann?

Vielen lieben Dank.

2

Donnerstag, 24. Januar 2008, 13:13

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

[quote author=Tim link=topic=1006.msg5434#msg5434 date=1201174434]
Zum Glück ist es nicht das, was wahrscheinlich jetzt die Hälfte der Leser gedacht haben, als sie den Topictitel gesehen haben ;)
[/quote]

Jetzt hätte ich dieses Thema auf meiner Spamjagd fast gelöscht. ;)
Signatur von »georgieteddy« Tous pour un, un pour tous!

3

Donnerstag, 24. Januar 2008, 13:35

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

Hi Tim,

Neiiiin, ich habe üüüüüüberhaupt nicht an etwas anderes außer Schreibtips gedacht. Also wirklich, wozu sollte dieses Forum auch sonst gedacht sein... :D Aber zu deinen fragen:

1. Ja, auch mir geht es so, dass ich mein Geschreibsel erst mal eher kritisch bewerte. Mir kommt es immer so vor, als würde ich viel zu viel in meine Kapitel packen und das meiste davon ist dann auch noch völlig unwichtig. Aber meistens entspricht das nicht der Wahrheit. Nimm dir am besten einen Betaleser, der dich auch in inhaltlichen Fragen unterstützen kann. Der sagt dir dann schon, ob du Mist geschrieben hast oder nicht. Aber bisher habe ich noch kein Kapitel mit der Empfehlung zurück bekommen, es neu zu schreiben.

2. Dialoge.... hach ja, damit tu ich mich auch sehr schwer manchmal. Man muss da einfach kreativ sein. Anstatt fragte, sagte, antwortete... usw sollte man dann einfach ein bisschen mit den Worten spielen. "entgegnete xyz", "gab xyz zu bedenken", "warf blabla ein" usw. Man kann auch emotionen mit ins Gespräch bringen oder Hintergrundsituationen beschreiben. "Sagte xyz wütend und warf eine Flasche Butterbier gegen die Wand", "fragte er, während irgendwo im Raum irgendwaas passierte", "antwortete er und blickte nachdenklich in den klaren Nachthimmel" ... usw.

Manche bringen es auch fertig, Dialoge fast vollständig ohne Nebensätze zu führen. Ich glaube Rudi ist so ein Experte darin. :) Mich persönlich verwirrt das aber ein bisschen, da es dann häufig schwer ist, die Gesprächspartner auseinander zu halten. Wie du es letztendlich machst, ist allein Geschmackssache.

Gruß Steffen
Signatur von »Steffen« Wer das hier liest ist ...

4

Donnerstag, 24. Januar 2008, 16:04

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

Hallo Tim,

zu Mehrteilern habe ich jetzt nicht so viele Tips, da ich noch selber keinen geschrieben habe, weil ich's einfach nicht gebacken kriege. :(
Aber wegen der Selbstkritik, da gab's hier glaub ich auch schon mal einen Post in die Richtung...wie man seinen inneren Zensor bekämpft, hier --> http://forum.hpffa.de/index.php/topic,234.0.html vllt hilft dir das ja!

Was Dialoge angeht, da bin ich Steffens Meinung.
Man kann auch einfach noch Dinge einbauen, die die Gesprächspartner machen...also kleine Handlungen/Bewegungen die das Gespräch unterstreichen und dem Leser indirekt vermitteln, wie sich die Charaktere fühlen...also z.B.:
...er fuhr sich (unsicher) durch die Haare. / ...fragend zog er eine Augenbraue hoch. /usw.

Hoffe ich konnte dir auch ein bisschen helfen. ;)

Liebe Grüße,
Heaven
Signatur von »Heaven« There was some open space between what he knew and what he tried to believe, but nothing could be done about it, and if you can't fix it you've got to stand it.

~ Brokeback Mountain by Annie Proulx ~



5

Donnerstag, 24. Januar 2008, 16:50

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

@Georgyteddie:
:D So ungefähr hatte ich mir das vorgestellt :D

@Steffen:
Da bin ich ja beruhigt, dass das nicht mir so geht. Ich hab das jetzt so gelöst, dass ich immer wenn ich mir nicht sicher bin jemanden aus meiner ICQ Liste nehme (vorzugsweise jemand, der Deutsch gut kann) und ihn um Rat bitte. :)

Ich hab mir deinen Rat zu Herzen genommen und ein bisschen damit experimentiert. Es geht tatsächlich. Aber man muss sehr viel rumbasteln, bis man zu einem Ergebnis kommt, dass gut ist. Vor allem.. ich sollte mir ein Wörterbuch zulegen :D

@Heaven:
Ja danke :) Ich habe mit Steffens und deinen Anregungen schon richtig was geschafft. Ich hab jetzt 6 A4 Seiten in Schriftgröße 10 voll und habe ein Punkt hinter mein erstes Kapitel gemacht :D Und jetzt gerade im Moment lasse ich es Betalesen und grüble an einem Namen für die Story *lacht*

yoho

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6

Donnerstag, 24. Januar 2008, 21:37

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

Hallo Tim,

zwei sehr interessante Themen, die du da angeschnitten hast.

Zunächst zur Unzufriedenheit mit den eigenen Texten:

Ich muss gestehen, wenn ich sie geschrieben und vielleicht zwei oder drei Wochen lang immer wieder überarbeitet habe, mag ich meine Geschichten. Wenn ich Zweifel habe, veröffentliche ich sie nicht. Und nicht meine Betas sind mein Maßstab. Ich selber muss zufrieden sein. Das sollte auch für dich gelten. Wenn du ein schlechtes Gefühl hast, suche nach der Ursache und mach’ das Problem weg. (Oje, jetzt klinge ich wie ein Prediger!)

Ich habe jahrelang keine Prosa mehr geschrieben, weil ich mit meinen Geschichten unzufrieden war. Es gibt unzählige Skizzen, die auf irgendwelchen Disketten lagern, die sich heute wahrscheinlich gar nicht mehr lesen lassen, weil sie in den achtziger und frühen neunziger Jahren mit einem Atari geschrieben wurden.

Der Hauptgrund dafür, dass ich die Stories nicht mochte, war meine Unfähigkeit Dialoge zu schreiben. Womit wir bei deinem zweiten Thema wären.

Hier muss ich dir allerdings widersprechen. Ich habe auch lange geglaubt ‚sagte’ und ‚fragte’ wären tabu. Bis ich mir dann einfach mal angeschaut habe, wie professionelle Schriftsteller das machen. Jo, die haben keine Angst vor ‚sagte’.

Nehmen wir mal einen beliebigen Literaturnobelpreisträger:
__________

„I get so tired of it,” she said. “I get so tired of looking like a boy.”

George shifted his position in the bed. He hadn’t looked away from her since she started to speak.

“You look pretty darn nice,” he said.

She laid the mirror down on the dresser and went over to the window and looked out. It was getting dark.

“I want to pull my hair back tight and smooth and make an big knot at the back that I can feel,” she said. “I want to have a kitty to sit on my lap and purr when I stroke her.”

“Yeah?” Geroge said from the bed.

“And I want to eat a table with my own silver and I want Candles. And I want it to be spring and I want a kitty and I want some new clothes.”

“Oh, shut up and get something to read,” George said. He was reading again.

(Ernest Hemingway: ‘Cat In The Rain’ / hab’ leider keine Übersetzung zur Hand)
__________

Hemingway benutzt in diesem Text nur ‘said’. Und ich finde es stört nicht.

Aber den Trick, Handlung mit einem Dialog zu verbinden - auch um klar zu machen, wer da spricht - den nutzt er natürlich auch. Man kann sich da eine Menge abgucken.

Und wo wir gerade beim ‚ersten Mal’ sind. Es gibt von mir eine Kurzgeschichte mit dem Titel ‚Zum ersten Mal’, in dem es auch um ein ganz anderes erstes Mal geht, als man jetzt denken mag. Aber das nur am Rande. Was wichtig ist, die Story besteht fast nur aus Dialog mit ganz viel ‚sagte’ und ‚fragte’. (Nur so als Beispiel)

http://www.hpffa.de/viewstory.php?sid=2259

Gruß yoho

PS: und ich vergleiche mich hier nicht mit Hemingway. Bitte nicht in den falschen Hals bekommen. Ich nutze nur eine Schreibtechnik, die ich bei ihm entdeckt habe.

7

Donnerstag, 24. Januar 2008, 21:49

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

@Yoho:
Wow, du scheinst wahnsinnig viel Erfahrung auf diesem Gebiet zu haben. Danke für die Antwort.

Du hast vollkommen Recht, ich habe mich auch erst besser gefühlt, als ich diverse Dinge nochmal verändert habe, Sachen gelöscht habe usw.. Allerdings stelle ich fest, dass ich nicht so viel Gedult habe, wie ich haben sollte. Wenn ich lese, dass du schreibst, du hättest eine Geschichte 2-3 Wochen ruhen gelassen und immer wieder dran verändert bis du sie gut fandest. Ich glaube irgendwann würde mich der Mut verlassen und sie gar nicht mehr veröffentlichen. Ich muss sagen ich habe gerade Bammel vor dem Feedback zu meinem ersten Schreibgehversuch. Schon allein aus dem Grund weil ich mir nicht sicher bin.

Interessant... mein Deutschlehrer hat mir damals immer eingetrichtert, dass wir maximal einmal das Wort sagen im Aufsatz nehmen dürfen, ansonsten würde sich das lesen wie ein lieblos dahingeschissenes Ding (O-Ton) Danke für die Berichtigung. Wäre lieb, wenn du mir aufgrund meines veröffentlichten Textes stilistisch gelungen ist wörtliche Rede zu nutzen.

Außerdem wäre es mir wichtig zu wissen was ich an meinem Stil verbessern kann. :)

yoho

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8

Donnerstag, 24. Januar 2008, 22:26

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

Hallo Tim,

ich möchte nicht wissen, wie viele potentielle Autoren von ihren Deutschlehrern verdorben wurden. Das wird wahrscheinlich nur noch von Germanistik-Professoren übertroffen. Mit einem schönen Gruß an deinen Deutschlehrer hier noch ein Dialog. Dieses Mal vom Pulitzerpreis-Träger William Saroyan:
__________

Der junge Mann und der Junge warfen den Ball gegen die Treppe und fingen ihn wieder, aber dann fing der Junge den Ball und behielt ihn.
»Schreiben Sie immer noch Geschichten?« fragte er. Der junge Mann zündete sich eine Zigarette an.
»Ja«, sagte er. »Ich schreibe immer eine. Heute Nachmittag schreibe ich eine neue.«
»Und worüber?« fragte der Junge.
»Nun«, sagte der junge Mann, »oberflächlich betrachtet wird sie von dir und mir handeln, aber im Grunde handelt sie von allem. «
»Schreiben Sie nie eine Wildwest-Geschichte?« fragte der Junge.
Der Junge fragte das immer, wenn sie mal einen Augenblick länger redeten. Das war darauf zurückzuführen, dass er Zane Grey, Harold Bell Wright und die anderen las, die sogenannte Western schrieben.
»Alle meine Geschichten sind aus dem Westen«, sagte der junge Mann. »Und auch aus dem Osten, dem Süden und dem Norden. «
Der Schriftsteller machte das unanständige Geräusch.
»Mein Gott«, sagte er. »Der Süden. Der Norden. Der Osten. Der Westen. Die Proletarier. Die Intellektuellen. Der ganze lausige Haufen. «
Der Junge warf den Ball auf die Treppe, er prallte ab und schoss hoch in die Luft, bis er fast außer Reichweite war; der Junge sprang hoch und fing ihn.
»Scheiße«, sagte der Junge.
»Richtig«, sagte der junge Mann. »Alles Scheiße!«
Er ging die Straße hinunter.
»Bis dann«, sagte der Junge.
»Bis dann«, sagte der junge Mann.
Als der junge Mann schon fast an der Ecke war, lachte der Junge sehr laut und rief: »Jedenfalls ist es der erste Tag des Sommers. «
»Das ist ja immerhin etwas«, sagte der junge Mann.
___________

Die Geschichte heißt 'Der erste Sommertag' und stammt aus den dreißiger Jahren. Dein Deutschlehrer bekommt also nicht mal Seniorenrabatt. -:)

Deine Geschichte schaue ich mir an, wenn sie freigeschaltet ist. Vorher komme ich da nicht dran, da ich nicht zur Redaktion gehöre. Ich bin hier nur manchmal als Berater mit dabei.

Da ich nicht so ganz regelmäßig auf die neuen Geschichten schaue, schick' mir doch bitte eine PM, wenn deine Story online ist. Das ist Okay.

Gruß yoho

9

Donnerstag, 24. Januar 2008, 22:35

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

Hey Yoho,

beim nächsten Klassentreffen werd ich dem Herrn das mal unter die Nase reiben. Ist mittlerweile auch in Rente der alte Herr :D

Das ist ein interessanter Dialog. ABER für meine Begriffe ist der Dialog irgendwie langweilig. Kann aber auch sein, dass ich keinen Zugang zu Literatur finde, zu der ich mir Gedanken machen müsste ;) (Interpretieren konnte ich laut meinen Lehrern nie gut. Wenn ich interpretiert habe, dass so hanebüchen, dass die ganze Klasse schon interessiert geschaut habe, wenn ich mich gemeldet habe) :D

Vielen Dank für das Angebot. Werde dir eine PM zukommen lassen. Bin ja schließlich hier um zu lernen. :) (Ok.. und um Geschichten zu lesen und zu schreiben um andere zu erfreuen ;))

10

Montag, 28. Januar 2008, 13:14

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

Also bezüglich "sagte" und "fragte" fällt mir noch etwas ein:
Es stört - wie ihr ja auch schon angemerkt habt - nicht unbedingt und kennzeichnet auch einen bestimmten Stil. Wenn der Rest drumherum passt, dann ist das auch völlig in Ordnung.
Allerdings muss ich auch irgendwie dem Deutschlehrer zumindest in Ansätzen zustimmen, dass diese Art Dialog irgendwie ... mhhh ... ich würde sie nicht als lieblos dahingesch... bezeichnen, sondern vielleicht als distanzierter. Mir fehlt irgendwie ein passendens Wort *kopfkratz* ... möglicherweise kühler, reservierter, aber nicht unbedingt emotionslos.
Mir selbst liegt das nicht so, aber es ist wie gesagt eine Frage des eigenen Stils und man merkt möglicherweise, wenn jemand krampfhaft versucht so etwas zu vermeiden.
Signatur von »fee-morgana« Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen
(A. Schopenhauer)


Die Hüter des Lichts Teil I bis III

yoho

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11

Montag, 28. Januar 2008, 16:48

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

Hallo fee,

interessanter Gedanke. Hemingway zum Beispiel war nicht nur Autor sondern auch Journalist und in der amerikanischen Tradition wurde schon zu seiner Zeit - wie in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg auch - zwischen Bericht und Reportage auf der einen Seite und dem Kommentar auf der anderen Seite unterschieden. Bericht und Reportage beschreiben und der Kommentar gibt eine Meinung wider.

Seine Kurzgeschichten sind in gewisser Weise tatsächlich wie eine Reportage. Der Autor steht neben den Protagonisten, sieht und hört ihnen zu, hält Distanz.
In ‚Cat In The Rain’ steht nirgends geschrieben, dass da jemand unglücklich und einsam ist. Aber die Gesten und der Dialog transportieren das in einer fantastischen Intensität.

Von da her ist dieses ‚sich Beschränken’ auf sagte und fragte wohl distanziert aber nicht kühl und auch nicht emotionslos. Die Emotionen wabern unter der Oberfläche. Nur müssen die Leser sie selber spüren und bekommen nicht vom Autor vorgeschrieben, was sie fühlen sollen.

Gruß yoho

Elice

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12

Montag, 28. Januar 2008, 18:52

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

warum les ich die Diskussion heute zum ersten Mal? naja, egal...

Meine Geschichten stammen meistens aus weiterentwickelten anderen Ideen oder Träumen (hui, das klingt jetzt verrückt...) Deswegen bin ich mit meinen Ideen, wenn ich sie erstmal etwas geschliffen hab, schnell zufrieden, aber wenn es ans Aufschreiben geht, finde ich meistens das, was ich schreibe, gegenüber dem, was ich im Kopf habe, sehr schwach. Besonders, wenn man sich an ein neues Genre wagt, ist das (für mich) immer wieder ein Problem.
Inzwischen denke ich aber, dass ich meinen Stil in Deutsch ganz gut eischätzen kann, mit Fremdsprachen ist das so eine Sache. (Ich arbeite schon seit 2 Jahren an einem bestimmten Kapitel, weil ich immer meinen englischen Ausdruck langweilig finde, obwohl meine Freunde es schon vom ersten Satz mochten, wie sie sagen)

Über Dialoge denke ich gar nicht mehr nach, ich schreibe einfach so, wie ich glaube, dass es jetzt passt. Bei den ersten Storys hab ich vor dem Zettel gesessen und ausgezählt, dass ich ja genug andere Wörter zwischen 2mal "sagte" hatte.
Ich habe bemerkt, dass es auch interessant ist, wenn man den Einschub "sagte A." mal mitten in die Rede reinschiebt, mal A.s Redefluss kurz unterbricht, oder es klassisch ans Ende setzt. Ich stehe hie auf Abwechslung ;)
Wenn sich nur 2 Figuren unterhalten, kann man es auch als "Schlagabtausch" gestalten, aber dann sieht es aoft aus, als würden sie sich streiten, also mal mit kleineren Handlungen auflockern (ich glaube, das hatt auch schon jemand gesagt) Man muss eben sehen, wie man auch selber empfindet, was man schreibt.

Hemingway ist ehrlich gesagt nicht mein Fall, weil mir manchmal zu sehr sein Stil unter dem Inhalt leidet. Gute Ideen mit langweiligem AUsdruck... hat aber uach den Vorteil, dass man sich mehr auf die Emotionen konzientrieren kann. Immer ein Grauen, wenn man Stilmittel suchen muss :D

ok... jetzt hab ich nur das wiederholt was schon dastand... egal, ich wollte mich auch mal melden ::)
Grüße!
Signatur von »Elice« ~*~

Immer, wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen.
- Mark Twain

13

Montag, 28. Januar 2008, 23:23

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

[quote author=yoho link=topic=1006.msg5557#msg5557 date=1201535328]
Von da her ist dieses ‚sich Beschränken’ auf sagte und fragte wohl distanziert aber nicht kühl und auch nicht emotionslos. Die Emotionen wabern unter der Oberfläche. Nur müssen die Leser sie selber spüren und bekommen nicht vom Autor vorgeschrieben, was sie fühlen sollen.[/quote]

Wusste ich es doch, yoho, dass du das wieder einmal so wunderbar auf den Punkt bringen kannst!
Dabei kommt es dann eben auf die Fertigkeiten des Autors an, ob er es eben schafft, diese wabernden Emotionen auch auf den Leser zu transportieren. Aber auch auf den Leser, denn nicht jeder hat die Lust oder auch das Verständnis, sich hineinziehen zu lassen. Siehe auch Elice Meinung über Hemmingway "gute Idee mit langweiligem Ausdruck" *gg*
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yoho

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14

Dienstag, 29. Januar 2008, 17:57

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

Hallo fee,

Zitat

... denn nicht jeder hat die Lust oder auch das Verständnis, sich hineinziehen zu lassen.


Truer word was never spoken. Was soll ich dazu jetzt noch sagen? - Höchstens: Seufz! und: wie Recht du hast! Doch natürlich darf sich jeder aussuchen, was er oder sie lesen mag.

Wenn ich zum Beispiel anders schreiben würde, alles erklären würde, die Leser nicht zum Nachdenken zwinge, den leichten Konsum fördere, dann hätte ich sicherlich mehr mehr Reviews und mehr Erfolg. Aber das schöne ist: hier bin ich Hobbyautor. Ich muss nicht auf eine Gewinn- und Verlustrechnung schielen. Quote, Auflage, Verkaufszahlen - gibt es nicht!

Erfolg ist relativ. Nach Hits und reiner Reviewzahl gemessen bin ich erfolglos. Wenn ich aber auf den Xperts mal wieder drei Reviews bekomme, von denen jede eine ganze Bildschirmseite füllt, dann sind zwanzig 'Toll und mach' weiter so'- Reviews plötzlich nicht mehr ganz so wichtig, obwohl ich mich natürlich auch über die freue.

Ich hoffe, das kam jetzt nicht zu borniert. War keine Absicht. Ich bin einfach nur für die Freiheit des Lesens und Schreibens.

Gruß yoho



15

Mittwoch, 30. Januar 2008, 00:03

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

Hi,

was ich nicht verstehe ist warum man sich Gedanken darüber mach ob, sagte er, fragte sie, oder knirschte er mit unterdrückter Wut durch die Zähne, richtig ist?

Das ist doch Alles egal! Schreibe es! Anschließend liest du es dir durch und änderst die Passagen die dir selbst nicht gefallen.

Was gute Dialoge vor allem ausmacht, ist das sich gegenseitig die Bälle zugespielt werden. Als Leser muss man das Gefühl haben ein Tennisspiel zu verfolgen.

Wie immer gilt mein Ratschlag, Kopfkino an! Stellt euch einen leeren Raum vor. Dann packt ihr die Gesprächspartner hinein, anschließend alle Gegenstände welche im Gespräch wichtig werden könnten und zum Schluss die restliche Einrichtung. Beschreibt den Raum kurz damit er vor dem inneren Auge des Leser Gestalt annehmen kann. Bei Räumen die sich jeder Vorstellen kann, bzw sein eigenes Bild hat, wie zum Beispiel die Große Halle in Hogwarts lasst ihr das besser. Eure Version würde jeden Anderen enttäuschen.

Dann beginnt das Gespräch, achtet darauf das es nicht zu glatt verläuft. Lasst es sich entwickeln und haltet die Eigenheiten der Sprecher ein. Als Beispiel mal das goldene Trio (weil wir es halt am besten kennen):

Missmutig blickte Hermine von ihren Hausaufgaben in alte Ruhnen auf, als sie bemerkte das Harry und Ron nun schon die fünfte Runde Snape Explodiert begannen. >>Sagt mal, habt ihr Beide nichts besseres zu tun als dieses bekloppte Spiel? Wenn mich nicht alles täuscht, habt ihr noch einen Aufsatz für Snape zu schreiben!<< >>Hermine, es war ein anstrengender Tag, lass uns jetzt bitte mal unsere Ruhe. Außerdem kann ich mich an keinen Aufsatz für Snape erinnern, du etwa Harry?<< verteidigte sich Ron. Abschätzend blickte Harry zwischen seinen beiden Freunden hin und her. >>Wir sollten diesen Aufsatz über Schmerztränke schreiben, aber das habe ich schon gestern in Zaubereigeschichte erledigt!<< Hermine schnaubte missgelaunt >>Du sollst bei Bins aufpassen und nicht Hausaufgaben für andere Fächer machen, Harry!<< >>Wenn er das getan hätte, dann wäre er genauso eingeschlafen wie ich!<< grinste Ron. >>Ihr seit unmöglich! Glaubt ja nicht, das ich euch am Schuljahres ende wieder meine Aufzeichnungen zur Verfügung stelle, das könnt ihr Vergessen!<< schnaubte Hermine. Ron und Harry warfen sich einen verschwöhrerischen Blick zu, der eindeutig besagte das sie sie schon wieder weichkochen würden, wenn es soweit war. >>Komm Ron wir hören auf mit dem Spielen und ich helfe dir bei deinem Aufsatz! Wenn wir fertig sind können wir nachher ja vielleicht alle zusammen eine Runde Snape explodiert Spielen!<< schlug Harry vor. Hermine nickte zufrieden und widmete sich wieder ihren Runen. Ron wollte gerade protestieren als er merkte, das Harry die Karten wegpackt hatte und ihm hinter Hermines Rücken seinen Aufsatz zum abschreiben zusteckte.


Versteht ihr was ich meine. Setzt euch in einen Sessel neben die Drei, natürlich mit Tarnumhang, und beobachtet das Geschehen und lauscht den Worten. Das braucht ihr dann nur noch aufzuschreiben. Auch ich wusste zu Beginn dieses Gespräches noch nicht wie es verlaufen würde. Aber nachdem ich die Situation aufgebaut hatte, brauchte ich nur noch beoachten! Schließlich kennen wir die Drei. Wenn einer etwas sagt, wissen wir doch ganz genau wie die anderen Beiden darauf reagieren würden. Auf diese Reaktion folgt wieder eine, und dann wieder. Wichtig ist nur das ihr das Ziel der Konversation (Ron braucht einen Aufsatz, Hermine eine Befriedigung für ihre Besserwisserei und Harry seine Ruhe) im Auge behaltet!

Ich hoffe das hilft jemandem weiter!

LG

KingS

16

Mittwoch, 30. Januar 2008, 01:12

Re: Hilfe, mein erste Mal ;)

Zitat

Ich hoffe das hilft jemandem weiter!


Kommt darauf an wem du helfen wolltest.

- Denjenigen, die sich Gedanken machten wie sie die Worte fragte und sagte bei einem Gespräch verwenden sollen.
Bei dieser Frage hat es nicht viel geholfen. Das Problem wird bei dir durch Weglassen umgangen.

Zitat

Das ist doch Alles egal!
Das ist keine Lösung. Es macht schon was aus, wo und wie oft die Worte fragte und sagte bei einem Gespräch benutzt werden.


- Oder woltest du eher den Leuten helfen, die ein Gesprächsablauf möglichst natürlich beschreiben wollen und dazu gerne Tipps hätten.

Man könnte dazu ein eigenes Thema aufmachen. Dann könnte man in beiden Themen über die besten Lösungen diskutieren.


Signatur von »Windtänzer« Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist, zu schweigen.

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