Du bist nicht angemeldet.

Liebe Autoren, Leser und Besucher
Ende September schliesst das HPFFA die Tore und verabschiedet sich. Sichert eure Storys und Texte und behaltet uns in guter Erinnerung.

Guten Tag lieber Gast, um »Harry-Potter-Fanfiction-Archiv« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, solltest Du dich erst registrieren.
Benutze bitte dafür das Registrierungsformular, um dich zu registrieren. Falls Du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst Du dich hier anmelden.

uni

Das liebste Böse

Beiträge: 948

Wohnort: Grüne Mitte

Beruf: Dings vom Dach

  • Private Nachricht senden

Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied Seit über 114 Monaten Mitglied

41

Donnerstag, 19. Februar 2009, 20:20

Natürlich achte auch ich eher auf Inhaltsangabe, aber wenn der Titel gar zu blöd ist, lass ich manchmal auch. Der Titel muss ja auch einen gewissen Spannungseffekt haben.

Ich muss aber sagen mir fällt es leichter einen Titel für eine kurz Geschichte zu erfinden, als für einen Mehrteiler(sieht man an meinem Mehrteiler "Ich liebe dich" grauenhafter Titel), aber dann im Mehrteiler hab ich es auch schwer, Kapitelnamen zu finden.

(Ich weiß nciht ob den Threat überhauft noch jemand interessiert, ich wollt nur mal meinen Senf dazu geben)
Signatur von »uni« Abenteuer! Die Leute reden davon, als sei es etwas Erstrebenswertes, doch in Wirklichkeit ist es ein Synonym für schlechtes Essen, wenig Schlaf und sonderbare Personen, die ständig versuchen, einem spitze Dinge in den Leib zu stecken.
(Terry Pratchett)

42

Mittwoch, 28. April 2010, 15:40

Nach über einem Jahr nach dem letzten Eintrag habe ich dieses interessante Thema gefunden. :)

FF-Titel sind für einen Leser nicht unbedingt ausschlaggebend, um eine Geschichte anzuklicken (auch nicht ausschlaggebend, wenn man ein Buch kaufen möchte). Nur in Zusammenhang mit der Inhaltsangabe wird Neugierde geweckt – oder eben nicht. Im Bereich Fanfiction fällt bei der Auswahl einer Geschichte zudem in beinahe allen Fandoms das angegebene Pairing schwer ins Gewicht. Wenn es sich nicht Harry/Ginny dreht oder Hermine/Draco, kann ein Titel noch so gut sein, die Geschichte wird von Fans bestimmter Paare trotzdem links liegengelassen.

Bin ich als Leser unterwegs, sehe ich den Titel einer FF höchstens sekundär. Deswegen ist es mir auch egal, ob ein Titel englischsprachig ist, aus lateinischen Begriffen besteht oder es sich nur um einen Arbeitstitel handelt. Als Etikettenschwindel sehe ich fremdsprachige Titel nicht, wenn die Inhaltsangabe in deutscher Sprache verfasst ist. Nur wenn schon im Titel Rechtschreibfehler auftauchen, wirkt es sich negativ auf meine Leselust aus. Lese ich Slash, gehe ich bei der Auswahl – da bin ich ehrlich – ganz oberflächlich vor: Pairing, Genre, Altersfreigabe, Inhaltsangabe. Der Titel ist mir hierbei völlig egal. Was ich nicht mag, auch bei Büchern nicht, sind fehlende Kapiteltitel. Die Zahlen wirken wie Meilensteine bei einem Lesemarathon. Ich blättere gerne mal in Kapiteltiteln, denn die können auch Interesse wecken, wenn der Titel der FF das schon nicht konnte.

Meiner Meinung nach müssen Titel nicht neugierig machen oder einmalig klingen, zumal das ja kaum noch möglich ist bei dem Umfang an schon vorhandenen Titeln. Es gibt im Buchhandel genügend Beispiele für gut verkaufte Bücher, die dezente Titel tragen, manchmal sogar nichts sagende. Beim Stöbern in einer Bestsellerliste fand ich gerade nur einen Titel, der einzigartig klingt. Die anderen klangen eher einfallslos: „Mit dir an meiner Seite“ (Nicholas Sparks), „Betrogen“ (P. C. und Kristin Cast), „Ein geschenkter Tag“ (Anna Gavalda) oder „Todesspiele“ (Karen Rose). Einzig der Titel „Hummeldumm“ (Tommy Jaud) hört sich irgendwie anders an, interessant und lustig. Vorstellen kann man sich unter dem Titel aber rein gar nichts.

Titel für meine Oneshots finde ich recht schnell, aber immer erst nach Beendigung der Geschichte. Durch Rückmeldungen von Lesern habe ich erfahren, dass die Titel passen. Der Titel „Mehr Farbe ins Leben“ bezieht sich nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf das Gefühl, das die FF auslösen kann. „Ein bisschen tot“ machte neugierig, weil der Titel paradox klingt. Natürlich hat jeder Leser eine andere Meinung über Titel. Für einen Oneshot habe ich in Anlehnung an eine Folge der Serie „Twilight Zone“ einen englischen Titel gewählt (Three Characters in Search of an Exit), was ein Leser sogar bemerkt hat.

Der Titel meines langen Mehrteilers sagt beispielsweise wenig über die Handlung aus. Ich bin daher nie in die Verlegenheit gekommen, ihn ändern zu müssen, weil er nicht mehr passt. Das Gegenteil ist der Fall. Im Nachhinein fällt mir kein besserer Titel ein. Trotzdem zählt „Harry Potter und die Schatten der Vergangenheit“ zu den banalen Titeln. Erstens weil „Harry Potter und“ mit im Titel steht, was natürlich an die Bücher anlehnt und daher nicht als originell gesehen wird und zweites stellt „Schatten der Vergangenheit“ ein Buch- und Filmtitel dar, also ebenfalls sehr unschöpferisch. Wenn die Leser tatsächlich so viel Wert auf einen einzigartigen Titel legen, habe ich wohl ganz schlechte Karten.
Signatur von »Muggelchen«
»All I see is myself. I'm inside of Willy Wonka's Chocolate Factory. Hermione is turning into a blueberry and I'm eating her.«
Ron Weasley (Joey Richter) vor Nerhegeb - A Very Potter Sequel - Act 1 Part 15

Bitte lest euch in meinem Profil die Informationen zu Trollen durch!


43

Mittwoch, 28. April 2010, 16:26

Gut geb ich auchmal meinen Senf dazu. Flasche ist zwar eher klein aber wen störts...
Mich interessieren die Titel eher auch weniger. Wobei ich finde, dass die Titel schon in der Sprache in welcher die FF geschrieben ist, bleiben soll. Ausnahmen bilden hierbei lateinische Begriffe, da Latein im HP Universum nunmal eine besondere Rolle spielen. Allerdings halten mich anderssprachige Titel nicht vom Lesen ab. *schielt zu Muggelchen*

Kapitel sollten möglichst einen treffenden Titel tragen, der irgendwas mit dem Inhalt zu tun hat. Stupide Nummerirung finde ich auch doof, wobei es mich wie schon beim Titel der Geschichte nicht vom Lesen abhält.

Bei selbst geschriebenen wähl ich den Titel eher spontan. Es sei denn mir ist irgendwann ein Geistesblitz gekommen.
Signatur von »Sammael« Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

Goose:
Oneshot 500 Wörter was passiert wenn Vampir Riesen beißt, winds Schuld - in Bearbeitung
Kontakanzeige schreiben sayus Schuld schon wieder!
Haiku über Halbblutprinz

Elvendork

Schüler

Beiträge: 93

Wohnort: Südwestdeutschland

  • Private Nachricht senden

Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied

44

Mittwoch, 28. April 2010, 17:32

Für mich ist der Titel schon ziemlich wichtig. Bei einem grottenschlechten Titel bin ich wenig geneigt, der Geschichte eine Chance zu geben, empfinde ich den Titel als interessant, klicke ich schonmal rein, auch wenn die Kurzbeschreibung ansonsten wenig ansprechend wirkt.

Ich muss zum Beispiel gestehen, dass ich deinen Mehrteiler, Muggelchen, (mal abgesehen von der Länge)auch aufgrund des Titels nie gelesen habe. "Harry Potter und die Schatten der Vergangenheit" klingt für meinen Geschmack einfach viel zu plakativ. Klar, wenn mich die Kurzbeschreibung und die anderen äußeren Umstände wirklich angesprochen hätten, dann wäre das nebensächich gewesen, aber so hat mir einfach der Anreiz gefehlt.
Die Titel der Harry Potter Bände waren übrigens lange ein Grund für mich, die Bücher nicht zu lesen.

Zu fremdsprachige Titeln:

Englische Titel mag ich eigentlich überhaupt nicht-
was mich aber nicht dran hindert, zuweilen selbst mal einen zu verwenden *hüstel*
In Ordnung finde ich es, wenn es Anspielungen, Sprichwörter oder Wortspiele sind- allerdings sollte der Titel dann schon irgendwie in Zusammenhang mit dem Inhalt stehen, was nicht immer der Fall ist.

Lateinische Titel finde ich an sich gut-
sie sollten aber schon korrekt sein. Da ich die lateinische Sprache liebe, hasse ich nichts mehr, als wenn ihr Gewalt angetan wird; ich habe schon die schauerlichsten Kreationen gesehen, die, so meine Vermutung, entweder nach der zweiten Lateinstunde oder mit Hilfe von Tante Google entstanden sind. Und Latein ist dafür wirklich nicht geeignet.Grausam, wirklich grausam.

Französischen/spanischen/italienischen/russischen/japanischen/sumerischen Titeln kann ich meist keinen Sinn entlocken. Mal davon abgesehen, dass ich sie selten verstehe, fehlt oft auch der Bezug zur Geschichte.
Ausnahmen: Eine Geschichte, die in Beauxbatons spielt, darf einen französischen Titel haben, die Lebensbeschreibung von Igor Karkaroff einen russischen- sofern korrekt versteht sich.

Meist ist das aber nicht der Fall und dann frage ich mich:
Warum gibt man sich dann die Mühe, einen Titel in einer Fremdsprache zu verfassen die eh nur ein Bruchteil der Leser versteht? Um zu zeigen dass man selbst polyglott ist? Kommt das beim Leser gut an? Ich wag es zu bezweifeln, aber vielleicht sollte ich meinen Geschichten versuchsweise nur noch altgriechische Titel geben. ;)

Was aber macht einen guten Titel aus?

Das weiß ich leider immer noch nicht. Es fällt mir sehr schwer, etwas allgemeingültiges zu formulieren, auch wenn ich Titel sofort in ansprechend, verbraucht, interessant oder einfach nichtssagend einteile.
Natürlich erscheint es töricht, eine Geschichte bereits zu verurteilen, ohne sie wirklich zu kennen. Aber ganz kann ich diese Angewohnheit nicht ablegen.


Bei meinen eigenen Geschichten verwende ich auch immer (zu) viel Zeit
darauf, einen "guten" Titel zu finden. Meist vergeblich. Oder ich habe
einen schönen Titel, finde aber, dass ihm die eigentliche Geschichte
nicht gerecht wird. *sfz*

gez. Elvendork (Arbeitstitel)
Signatur von »Elvendork« Das ist keine Signatur!
Oder doch?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Elvendork« (28. April 2010, 18:00)


45

Mittwoch, 28. April 2010, 17:55

Ich mag zwar keinen Senf, aber ich gebe ihn trotzdem mal ab ;)

Titel... ich denke, ein Titel macht einiges aus, wenn auch unterbewusst. Ich weiß zumindest von mir, dass ich, wenn ich nach Fanfiktions suche (zwar in anderen Fandoms, aber trotzdem) zuerst die Titel lese. Mag daran liegen, dass sie kürzer sind als die Inhaltsangaben oder daran, dass sie meistens ein wenig hervorgehoben sind, aber ich scrolle mit Anhand von Titeln durch eine Liste. Ist ein Titel auch nur ansatzweise interessant, lese ich die Inhaltsangabe. Stimmt die, dann schaue ich in die Geschichte rein. Aber mit dem Titel steht und fällt meine Auswahl. Der Titel muss dabei nicht extravagant oder sonst etwas sein, er muss nur ein gewisses Interesse wecken. Ich weiß zum Beispiel, dass "Misstrauen" kein besonders einzigartiger Titel ist, aber das Wort allein impliziert etwas, was mich unwillkürlich neugierig macht, und dann lese ich die Inhaltsangabe. Ob nun der Titel lang oder kurz ist, spielt keine Rolle. Ich meine, ich finde auch Titel wie "Der Engländer, der einen Hügel hinaufstieg und einen Berg hinabkam" (oder so in der Art) interessant, und theoretisch erzählt er bereits den Kern der Handlung. Aber wenn der Titel eine Frage aufwirft, die mich interessieren könnte, dann sehe ich weiter.

Andererseits tue ich persönlich mich teilweise sehr schwer mit Titeln. Einigen dürfte aufgefallen sein, dass meine Titel entweder relativ bekannte sind (aka: "Schatten ihrer Vergangenheit" & "Liebling, ich habe die Zwillinge geschrumpft" - minimale Abweichung; "The Prince's Tale" - sehr klassisch in dem Zusammenhang...) oder lateinische Sprichwörter/Phrasen ("Non erat his locus", "In dubio pro reo", "Vivere militare est"...). Ich denke, dass ein Titel zumindest im Groben etwas mit dem Inhalt zu tun hat. Ich weiß aus Literatur, dass es auch Bücher gibt, deren Inhalt nichts mit dem Titel zu tun haben, und irgendwie finde ich das ziemlich... billig. Ist vielleicht nicht das richtige Wort, aber für mich ist ein Titel eine Beschreibung genau wie die Inhaltsangabe. Wenn ich eine Packung Mehl kaufe, erwarte ich schließlich allein von der Aufschrift "Mehl" her, dass da auch "Mehl" drin ist und nicht Erdbeerjoghurt. Gleichzeitig habe ich zumindest eine Geschichte geschrieben, die vom Grundthema wenig mit der Überschrift zu tun hatte, gleichzeitig jedoch in negativer Weise den Titel unterstützt hat (der Titel wies auf "Licht" und "Erleuchtung" hin und in der Geschichte war alles bemerkenswert dunkel...). Vielleicht bin ich da ein wenig seltsam, aber ein Titel ist für mich mitunter ein Aushängeschild für eine Geschichte.

Meine Sichtweise zur Sprache der Titel ist geteilt. Einerseits bin ich eine Person, die sich viel mit Sprachen befasst und viele auch versteht. Ich hätte also, im Grunde, kein Problem, einen deutschen, englischen, französischen, lateinischen,... Titel zu verstehen. Andererseits finde ich seltsamerweise einen französischen Titel für eine Geschichte seltsam, obwohl ich selbst zumindest sehr viele lateinische benutze und auch englische die meiste Zeit über "überlese". Die Frage ist zwar auch immer, was es für ein Titel ist - ich würde nicht auf Teufel komm raus "Schon gesehen" schreiben, wenn ich doch genauso gut das doch durchaus bekannte "Déjà-vu" schreiben kann. Vor allem, weil für mich beides eine andere Nuance hat. Gleichzeitig weiß ich nicht, warum ich selbst "The Prince's Tale" statt "Die Geschichte des Prinzen" gewählt habe. Vielleicht hängt es mit dem Englischen "Prince" zusammen, was einfach mehr Verbindung aufweist, oder es ist die Tatsache, dass ich "tale" auch anders übersetzen könnte - oder es liegt einfach daran, dass ich das Kapitel und damit auch die Kapitelüberschrift auf Englisch zuerst gelesen habe. Tatsache ist, die Geschichte heißt einfach "The Prince's Tale" und nicht anders, könnte für mich nicht anders heißen. Gleichzeitig kann ich mir aber auch nicht vorstellen, "Heroes" statt "Helden" und "The Forgotten Phoenixes" stat "Die Vergessenen Phönixe" zu schreiben. Vielleicht hängt es ein wenig damit zusammen, dass es bei letzteren absolut keinen Grund gibt, das Englische zu benutzen, da es keine andere Bedeutung impliziert als das, was da im Deutschen bereits steht, während "The Prince's Tale" eben sowohl Geschichte/Erzählung als auch Fabel bedeuten kann. Und das ist ein großer Unterschied, meiner Meinung nach.

Da ich einem Titel große Bedeutung zuweise, befasse ich mich auch entsprechend damit. Teilweise ist es sogar so, dass ich zuerst einen Titel habe, zu dem sich eine Geschichte entwickelt, oder dass sich der Titel mehrfach ändert, um der Geschichte zu entsprechen. "Vivere Militare Est" hatte mehrere Arbeitstitel - der erste hieß "Meadowes' Mentorenjahr". Theoretisch ist er inhaltlich aussagekräftiger, denn immerhin ist es genau das, worum die Geschichte geht. Der Titel "Leben heißt kämpfen" (und das auf Latein, weil es eben HP ist) impliziert aber mehr als das, denn er beschreibt viel mehr das Leben der Personen an sich, als das, worum es inhaltlich geht. Er geht also einen Schritt weiter, ist aber, im Nachhinein, für mich weitaus passender. Zeitweise war VME auch der Titel einer anderen Geschichte, die eigentlich am jetzigen VME anschließen würde, woraus nun aber "Para bellum" wurde, weil es einfach einen Ticken besser passte. Da ich Geschichten (abgesehen von Drabbles) immer erst zuende schreibe, kann ich am Ende noch einen Rückblick machen und sehen, was mein Arbeitstitel noch mit der Geschichte gemein hat und ob ich nicht einen besseren finde. Ob die Einfälle nun spontan sind oder nicht, ist eine andere Sache ("Horror, Horror, Gruselgraus" ist sicherlich halbspontan, allein deshalb, weil es ein Reim von einem Bekannten war, der sehr zweckentfremdet wurde; "Mister Muffin und Herr Hotdog" ist garantiert eine solche Spontaneität).

Kurz:
Ein Titel ist wichtig, die Sprache sollte schon einen guten Grund haben (Wortspiel, mehrere Übersetzungsmöglichkeiten,...), muss aber richtig sein und möglichst auch eine Übersetzung innerhalb der Geschichte erfahren (ich ärgere mich immer, wenn ich nicht erfahre, was der Titel denn nun eigentlich bedeuten soll).

Vielleicht fällt mir ja noch ein bisschen Ketchup zum vielen Senf ein, mal sehen.
Signatur von »Se.Ka.Ya.«
"Nach dem Philosophen Ly Schwatzmaul findet man immer dort besonders viel Chaos, wo man nach Ordnung sucht. Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist."
(Terry Pratchett)


46

Mittwoch, 28. April 2010, 18:21

Die Titel der Harry Potter Bände waren übrigens lange ein Grund für mich, die Bücher nicht zu lesen.

Ich habe oft in anderen Foren gehört, dass Geschichten, die den Namen des Protagonisten im Titel aufweisen, nicht gern gelesen werden. Dazu zählt natürlich "Harry Potter". Verstehen kann ich es nicht. Es gibt viele gute Bücher, die den Namen des Protagonisten tragen. Auf Anhieb fallen mir ein: "Peter Pan", "Heidi", "Das doppelte Lottchen", "Immer dieser Michel", "Krabat" oder "Carrie". Nur den Namen zu als Titel verwenden wird von einigen als "nichts sagend" bezeichnet; es wird FF-Autoren sogar davon abgeraten. Ein Zusatz kann einen Titel interessanter gestalten, aber ändert "Peter Pan und ..." irgendetwas an der Qualität der Geschichte? Ich denke, das kann man guten Gewissens verneinen. Genannte Bücher haben es alle geschafft, sich zu etablieren und das bestimmt nicht aufgrund ihres Titels, sondern wegen des Inhalts (Klappentext) oder aufgrund von Kritiken (Empfehlungen).

Man hat bei Enidans Experiment auf der ersten Seite sehen können, wie unterschiedlich die Leser auf Titel anspringen. Was für den einen spannend klingt, findet der andere öde. Was manche originell finden, sehen andere als bemüht. Man kann mit bewusster Titelwahl eine bestimmte Zielgruppe ansprechen, wenn man beispielsweise absichtlich etwas Romantisches im Titel unterbringt, etwas Gruseliges oder etwas Mysteriöses. Dann werden Leser mit gewissen Vorlieben zielgerichtet angesprochen. Dennoch ist der Titel nicht für jeden Leser wichtig. Für mich bleibt er weiterhin zweitrangig.
Signatur von »Muggelchen«
»All I see is myself. I'm inside of Willy Wonka's Chocolate Factory. Hermione is turning into a blueberry and I'm eating her.«
Ron Weasley (Joey Richter) vor Nerhegeb - A Very Potter Sequel - Act 1 Part 15

Bitte lest euch in meinem Profil die Informationen zu Trollen durch!


47

Mittwoch, 28. April 2010, 19:19

Für mich ist der Titel nicht ausschlaggebend dafür, ob ich eine FF lese oder nicht. Wichtiger sind mir Inhaltsangabe, Genre und Pairing. Wenn z.B. die Inhaltsangabe schon voll von Fehlern ist, kann der Titel noch so gut sein. Lesen werde ich es dann nicht.

Die Titel für meine eigenen FF's wähle ich erst, wenn die Story fertig ist. Ich versuche dann so genau und kurz wie möglich wiederzugeben, worum es geht. Deshalb sind sie auch meistens deutsch. Da kann ich besser die Bedeutung ähnlicher Worte unterscheiden und das was am besten passt verwenden. Englische oder lateinische Titel finde ich gut, wenn es sich um Sprichwörter oder Redewendungen handelt, denn Übersetzt klingen die meistens nicht mehr so toll. Wenn der Titel in englisch kürzer ist, würde ich auch die englische Version nehmen.

Bei fremdsprachigen - insbesondere englischen - Titel mag ich es nicht, wenn Fehler drin sind. Mir kribbelt es dann immer in den Fingern, das im Review zu erwähnen.
Außerdem regt es mich immer wieder auf, wenn nach dem eigentlichen Titel noch: (Arbeitstitel) steht. Man sollte sich entweder einen Titel überlegen, der genügend Spielraum lässt, wenn man noch nicht alles durchgeplant hat oder man hat die FF soweit im Kopf, dass man auch einen passenden Titel weiß. Wenn dies beides nicht der Fall ist, sollte man wenigstens meiner Meinung nach das (Arbeitstitel) weglassen. Man kann den Titel ja notfalls trotzdem wechseln.
Auf mich macht dieser Zusatz immer den Eindruck, als sei die Ff nur ein Entwurf und das hält mich vom lesen ab. Natürlich habe ich auch Arbeitstitel - meistens sogar sehr einfallslose - aber sobald ich etwas hochlade, mache ich mir Gedanken um einen Titel, der der Ff würdig ist.
Signatur von »Mimmi« Goose: One-Shot mit mindestens 300 Wörtern zum Thema "Aufklärungsunterricht auf Hogwarts". Personen: egal. Abgabe Termin: 30.Juni [verlängert]

'A Nimbus Two Thousand, sir,' said Harry, fighting not to laugh at the look of horror on Malfoy's face. 'And it's really thanks to Malfoy here that I've got it,' he added.
- Harry Potter and the Philosopher's Stone

Elvendork

Schüler

Beiträge: 93

Wohnort: Südwestdeutschland

  • Private Nachricht senden

Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied

48

Mittwoch, 28. April 2010, 19:58

Antigone, Hamlet, Don Karlos, Peter Lebrecht, Anna Karenina, Winnetou...

In der Literatur ist der Name des Protagonisten als Titel sehr beliebt, aus verständlichen Gründen:
Einfach ein Name ist kurz und einprägsam, es verrät um wen es geht, nimmt aber sonst nichts vorweg.
Das finde ich prinzipiell auch gut,aber:

"Heinrich Faust und der folgenreiche Pakt" wäre für mich sofort unten durch (Wobei... "Heinrich Faust und der Kern des Pudels" hätte schon was, oder? :D )
Mich persönlich stört nämlich weniger der Name des Protagonisten im Titel, sondern der und-Zusatz.

Das finde ich irgendwie billig und ist mir zu sehr "Bilderbuch-Stil".

"... und die Kammer des Schreckens" fand ich zum Beispiel einfach furchtbar anbiedernd und wichtigtuerisch und ich frage ich mich heute
noch, was denn am Feuerkelch so wichtig sein soll, dass er im Titel
genannt wird.

Natürlich sind gerade unpassende und aufmerksamkeitsheischende Titel bei Büchern oft den Verlegern zuzuschreiben. Umso unfairer für den Autor ist es, wenn man das Werk deshalb verurteilt. Aber der Titel gehört nun mal dazu und beeinflusst unwillkürlich potenzielle Leser.
Bei Fanfictions, bei denen es i.d.Regel keinen Druck von außen gibt, mache ich den Autor auch voll für den Titel verantwortlich und rechne damit, dass er zur Geschichte passt. Wenn er mich überhaupt nicht anspricht, lese ich die Geschichte eben nicht- es sei denn, es gibt andere Anreize dafür oder die Geschichte wird mir empfohlen.

Natürlich bin ich froh, dass ich die Potter-Bücher trotz der mMn unschönen Titel gelesen habe. Allerdings eben nur auf Empfehlung (und aus Langeweile :rolleyes: ).

gez.Elvendork und die Mayonannaise des Grauens
Signatur von »Elvendork« Das ist keine Signatur!
Oder doch?

49

Mittwoch, 28. April 2010, 21:48

Wir hatten im Jahr 2007 ganze 97.000 neue Buchtitel auf dem Markt – und ich will gar nicht wissen, wie viele neue FFs es jährlich gibt.

Ich bin oft genug auf beeindruckende FF-Titel gestoßen, die eine grandiose, erstklassige und noch nie dagewesene Geschichte versprachen. Genauso oft wurde ich enttäuscht, weil der Inhalt mit dem Titel einfach nicht mithalten konnte. Insofern kann hinter einem originellen Titel auch nur heiße Luft stecken. Das erklärt vielleicht auch meine große Nachsicht gegenüber den Titeln anderer FFs.

Wenn in einem Titel das „und“ stört, ist das Geschmacksache, wie vieles andere auch. Falsch ist es keinesfalls. Es gibt eine Menge schöner Bücher, die entsprechendes Bindewort aufweisen, wie „Charlie und die Schokoladenfabrik“, „Jim Knopf und die Wilde 13“ oder „Arthur und der Botschafter der Schatten“.

Nicht nur die Kinder- und Jugendbuchverlage verwenden solche Titel: „Der alte Mann und das Meer“ (Ernest Hemingway), „Die Grube und das Pendel“ (Edgar Allan Poe), „Der Dieb und die Tänzerin“ (Antonio Skármeta), „Der Richter und sein Henker“ (Friedrich Dürrenmatt) oder „Anna und der König von Siam“ (Margaret Landon). Bei Filmtiteln gibt es auch Beispiele en masse, wenn ich allein an schon an „Indiana Jones und …“ denke.

Genauso unbeliebt sind bei vielen Lesern die „oder“-Titel, wie bei Fontanes Frau Jenny Treibel oder „Wo sich Herz zum Herzen find't“, Franz Werfels Barbara oder die Frömmigkeit oder Johann Nestroys Die beiden Nachtwandler oder Das Notwendige und das Überflüssige. Beim Film wäre das z.B. „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“.
Signatur von »Muggelchen«
»All I see is myself. I'm inside of Willy Wonka's Chocolate Factory. Hermione is turning into a blueberry and I'm eating her.«
Ron Weasley (Joey Richter) vor Nerhegeb - A Very Potter Sequel - Act 1 Part 15

Bitte lest euch in meinem Profil die Informationen zu Trollen durch!


50

Donnerstag, 29. April 2010, 07:52

Ok zu den Oder-Titeln muss ich sagen, dass ich diese absolut nicht mag. Das kommt mir als Leser immer so vor, als ob der Autor sich nicht für einen Titel entscheiden kann und daher 2 nehmen musste.
Signatur von »Sammael« Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein

Goose:
Oneshot 500 Wörter was passiert wenn Vampir Riesen beißt, winds Schuld - in Bearbeitung
Kontakanzeige schreiben sayus Schuld schon wieder!
Haiku über Halbblutprinz

Elvendork

Schüler

Beiträge: 93

Wohnort: Südwestdeutschland

  • Private Nachricht senden

Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied Seit über 96 Monaten Mitglied

51

Freitag, 30. April 2010, 22:07

Wenn in einem Titel das „und“ stört, ist das Geschmacksache, wie vieles andere auch. Falsch ist es keinesfalls.
Falsch ist sowieso nichts ;).
Ich fürchte, ich habe mich wieder mal ungenau ausgedrückt: Es ist nicht das "und" an sich, sondern die Kombination "Protagonist(en) + und + Irgendwas des/von irgendwas" die mich stört.
Das findet sich so fast ausschließlich bei Kinderbüchern und ist spätestens nach gefühlten 150 000 Titeln wie "Fünf Freunde und das Geheimnis des seltsamen Steins" mehr als ausgelutscht- meiner Meinung nach.

Im Prinzip stimme ich Sammael zu, was die oder-Titel angeht, die wirken oft irgendwie unfertig, ähnlich dem unsäglichen Vermerk "Arbeitstitel".
Einige oder-Titel finde ich aber auch sehr interessant und ansprechend, einer meiner Lieblingstitel ist zum Beispiel Hesperus oder 45 Hundsposttage (hach, ich liebe Jean Paul :love: )

gez.Elven oder Dork
Signatur von »Elvendork« Das ist keine Signatur!
Oder doch?

52

Dienstag, 25. Mai 2010, 21:23

Hallo,

also bei mir ist es immer so eine Sache.
Ich persönlich halte die Wahl eines Titels für sehr wichtig, der nicht zu viel verspricht und irgendwie geheimnisvoll wirkt.
Meine Geschichten haben nie Titel, die sich direkt auf den Inhalt des Stückes beziehen. Viel mehr sind sie wie eine Art Metapher oder Sinnbild, das mit dem Inhalt in Verbindung gebracht wird, aber nicht dessen vollen Inhalt verrät, auch nicht den Schreibstil.
Ich lasse mich da, wie gesagt, immer von Bildern oder Farben inspirieren, da kommen oft ganz schöne Dinge bei heraus ( und lassen das Stück manchmal schon beim Lesen des Titels "literarischer" klingen als er in echt ist :D).
Titelsuche ist für mich wie eine Art Spiel, bei dem es darauf ankommt, möglichst kreativ zu sein, um den Leser schon beim Titel das Gefühl zu geben, dass da mehr hinter steckt als eine z.B. simple Liebesgeschichte.

=)
Signatur von »reality is none« " Nie gibt es ein besseres Verständnis als wenn Worte auf einem frischen Blatt Papier stehen, schwarzleuchtende Tinte sie prägt und sie zum Leben erweckt, um im Geist wahrhaftige Größe anzunehmen."

Kitty

Anfänger

Beiträge: 53

Wohnort: Märchenland Hessen

Beruf: Aushilfslehrer

  • Private Nachricht senden

Seit über 18 Monaten Mitglied Seit über 18 Monaten Mitglied Seit über 18 Monaten Mitglied

53

Montag, 22. August 2016, 22:58

Ich wähle deutsche Titel - wenn ein englischer mehr aussagen würde, füge ich ihn in Klammern als "Zusatztitel" hinzu, wie ich es bei "Ein Tag im August (Becoming Dumbledore)" gemacht habe. Würde man den englischen Titel sinngemäß ins Deutsche übersetzen, würde es irgendwie ziemlich doof klingen. ^.^

Allzu viel vom Inhalt sollte der Titel auch nicht verraten - und zu viele Hinweise geben natürlich auch nicht. Am besten ist es, wenn sich der Sinn erst ab Mitte der Story oder im letzten Drittel erschließt. Halbwegs spannend muss er natürlich trotzdem klingen. Wer liest schon "Harry lebt in den Tag hinein, bis etwas passiert"? :D
Signatur von »Kitty«
~*~
"Im Alter reift auch die Fantasie. Aus dem surrealen Kinder-Märchenland wird ein buntes Reich voller Sehnsüchte." ~ M.S.K. Utz

Social Bookmarks

Legende:

Forum enthält keine neuen Beiträge
Forum enthält neue Beiträge
Forum ist geschlossen
Forum ist ein externer Link