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Samstag, 25. April 2015, 23:48

Gänsehirte „Serenas Vengeance“

Zitat

GOOSE
Schreibe ein Drabble mit dem Pairing Draco/Ginny. Folgende Wörter müssen vorkommen: Aufsatz, Hippogreif, verrückt und Heuhaufen


Der Richter hat gesprochen

"Sie möchten die Scheidung, weil ihr Ehemann in einem Heuhaufen geschlafen hat, während Sie einen Aufsatz schrieben?" Fassungslos starrte der Richter Ginny und Draco an. "Das ist verrückt." Er holte tief Luft. "Abgelehnt", donnerte seine Entscheidung durch den Raum. Draco schnaubte verächtlich.
"Ich glaube mein Hippogreif pfeift!" Er trat einen Schritt vor. "Ich fürchte, meine zukünftige Exfrau vergaß zu erwähnen, dass ich weder alleine, noch bekleidet gewesen bin."
"Draco! Es interessiert niemanden, dass du mit Harry Potter da …"
"Danke, das reicht mir", sagte der Richter. "Geschieden!", korrigierte er seine Entscheidung und scheuchte die beiden mit einer Handbewegung aus dem Saal.
Signatur von »Windtänzer« Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber es unmöglich ist, zu schweigen.

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Sonntag, 26. Juli 2015, 20:03

Zitat

Gooooose
Wir wissen doch alle, wie anstrengend die Schule sein kann. Und das nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Lehrkräfte. Deshalb steht ein Lehrerausflug an - mit Snape, Dumbledore, McGonagall, Umbridge, Lockhardt, Lupin und natürlich Filch, der auch mit in die Ferien darf. Das Reiseziel sollte eine sonnige Insel sein, ob du dich jetzt für Hawaii oder Rhodes entscheidest, ist mir egal.
Auf jeden Fall entspannen sich unsere Lieblingslehrer am Strand, planschen im Meer, bauen Sandburgen oder spielen Beachvolleyball und machen, was sie eben so tun um mal richtig zu relaxen.
Darüber hätte ich von dir gern einen kleinen (gern auch etwas größeren) Oneshoot.



"Lehrerausflug"

Es war noch nicht einmal achtundvierzig Stunden her, dass Severus Snape dieses Wort zum ersten Mal gehört hatte. Und sein ungutes Gefühl hatte ihn, mal wieder, nicht betrogen. Während er noch gehofft hatte, ein Lehrerausflug wäre so etwas wie eine gemeinsame Fortbildungsreise, waren sie von einem Portschlüssel hierher, in den Vorhof der Hölle transportiert worden. Es war ihm ziemlich egal, was die Malediven waren. Es interessierte ihn noch weniger, dass es sich dabei um ein beliebtes Reiseziel der Muggel handelte. Letzteres war nur wieder einmal ein Beweis für den schlechten Geschmack der Menschen, die ihr Leben ohne Magie fristen mussten.

"Können wir jetzt wieder nach Hause?" Die Arme vor der Brust verschränkt, sah Severus Snape auf den grellen, weißen Sand. Immer wieder musste er die Augen zukneifen, um nicht von dem staubigen Zeug geblendet zu werden. "Ich habe noch Aufsätze zu korrigieren und die nächsten Stunden vorzubereiten. Mal ganz davon abgesehen, dass es in Hogwarts vermutlich gerade drunter und drüber geht." Die einzige Antwort, die er bekam, war ein leises Lachen. Wütend riss er den Kopf herum und starrte den Schulleiter wüten an.

"Es sind Frühlingsferien, Severus. Die Aufsätze können ruhig ein paar Tage liegen bleiben", stellte Albus Dumbledore fest. "Und ich bin mir sicher, dass Cuthbert und Sibyll die Situation im Griff haben", versuchte er seinen Lehrer zu beruhige. "Immerhin sind in diesem Jahr nur wenige Schüler in der Schule geblieben." Severus Snape verdrehte die Augen. Wenige Schüler halfen wenig, wenn zwei davon Harry Potter und Draco Malfoy hießen. Die beiden Siebtklässler waren schon eine Gefahr gewesen, als sie noch aufeinander losgegangen waren. Jetzt, ein Jahr nach Voldemorts Ende, war Draco Malfoy das vierte Rad am ehemals goldenen Trio geworden. Eine gefährliche Kombination von Mut, Neugierde und Hinterhältigkeit, wie Severus in den letzten Monaten immer wieder hatte erleben müssen. Und so etwas ließ der alte Magier einfach unbeaufsichtigt zurück. Oder zumindest fast unbeaufsichtigt.

"Ein Geist und eine verrückte Hellseherin, Albus, das kann nicht dein Ernst sein." Er beugte sich ein kleines Stück vor. "Du bist lange genug Schulleiter, um zu wissen, was passieren kann. Ich muss dich doch sicherlich nicht an die Auslastungszahlen der Krankenstation in den letzten Jahren erinnern." Severus verfluchte seinen Vorgesetzten, der ihn genötigt hatte, den Zauberstab in dessen Büro zu lassen. So war ihm auch die letzte Möglichkeit der Flucht genommen. Wieder sah er zum Wasser. Vielleicht auch nur die vorletzte Möglichkeit. Doch noch war er nicht verzweifelt genug, um sich in eines dieser schaukelnden Muggelboote zu wagen.
"Das war doch was völlig anderes, Severus." Albus Dumbledore richtete sich auf, rückte die Brille zurecht und sah den Tränkemeister ernst an. "Der Krieg ist vorbei. Die Krankenstation ist heute oft so leer, dass die gute, alte Poppy sich schon bei mir beschwert hat." Er lächelte. "Du siehst also, es gibt keinen Grund, sich Sorgen zu machen." Ein lautes Husten unterbrach die beiden. Severus sah auf und schloss sofort die Augen. Der Anblick war noch schlimmer, als der Sand und er konnte nur hoffen, ihn in naher Zukunft wieder loszuwerden. Vielleicht sollte er doch eines dieser Muggelboote …

"Hat einer von euch Sokrates gesehen", drang die unerträgliche Stimme des rosafarbenen Bonbons an sein Ohr. Dolores Umbridge war schon bekleidet kein sonderlich schöner Anblick. Im knappen, knallrosa Badeanzug war es ein Alptraum.

"Sokrates ist tot", antwortete Severus schließlich trocken. "Und mir ist auch schon schlecht", schob er hinterher. Zufrieden nahm er das japsende Geräusch zur Kenntnis, dass die Kollegin von sich gab. Doch zu seinem Leidwesen mischte sich der Schulleiter viel zu schnell ein. Zu gerne hätte er Dolores noch ein wenig leiden sehen.

"Keine Sorge, meine Liebe", beruhigte er die Lehrerin. "Severus spricht von einem anderen Sokrates. Deinen Kater habe ich vorhin bei Gilderoy gesehen. Vielleicht fragst du ihn mal." Severus zuckte zusammen, als der Badeanzug-Bonbon ein freudiges Quietschen von sich gab. Der Tränkemeister schnaubte verächtlich.

"Spielverderber", beschimpfte er seinen Schulleiter und öffnete vorsichtig die Augen. Zu früh, wie er sofort bemerkte. Dolores Umbridge stand, ein weißes Fellknäul auf dem Arm, noch immer vor ihnen. "Suchst du etwa noch mehr von diesen Flohfängern?", knurrte Severus seine Kollegin an. Dolores Umbridge gab ein lautes 'Apüh' von sich, machte auf dem Absatz kehrt und lief den Strand hinunter. Das schrille "Sokrates" war noch lange zu hören. Viel zu lange für Severus Snape. "Dämliche Kuh", schimpfte er leise vor sich hin.

"Entspann dich endlich, Severus", hörte Severus die Worte, die er heute schon so oft hatte hören müssen. Sie waren ganz sicher nicht geeignet, seine Laune zu verbessern. "Wenn du nicht alles so verbissen sehen würdest, dann könntest du all dies hier viel mehr genießen." Mit einer weit ausholenden Bewegung seines rechten Armes deutete Albus Dumbledore auf die tropische Umgebung. Von Severus Snape erntete er jedoch lediglich ein verächtliches Schnauben, das sonst den Schülern des Tränkemeisters vorbehalten war. Zumindest jenen Schülern, die sich die Missgunst des strengen Lehrers zugezogen hatten. Was wohl auf die meisten seiner Schüler zutraf.

"Wie soll ich mich deiner Meinung nach entspannen?" Severus deutete auf seine Nasenspitze. "Soll ich weiterhin dabei zusehen, wie diese schreckliche Sonne meine Haut verbrennt? Hast du schon mal etwas von Hautkrebs gehört, Albus?" Er berührte vorsichtig seine Nase mit dem Finger und verzog sofort das Gesicht. Albus Dumbledore beugte sich vor und rückte erneut seine Brille zurecht.

"Also ich kann nichts erkennen, Severus", stellte er nach eingehender Betrachtung der Nase fest. "Außerdem sitzt du doch schon die ganze Zeit im Schatten. Wie willst du dir da einen Sonnenbrand holen." Der Schulleiter deutete auf die Blätter der Palmen.

"Als ob sich die Sonnenstrahlen davon abhalten lassen", widersprach Severus. "Und wenn es kein Sonnenbrand ist, dann erblinde ich vielleicht." Mit dem Kopf deutete er auf den hellen Sand.

"Und wenn du dir nicht bald etwas anderes anziehst, dann bekommst du vermutlich einen Hitzschlag." Severus riss den Kopf herum und konnte gerade noch einen Zusammenstoß seiner Nase mit einem hohen Glas verhindern. Überrumpelt von dem plötzlichen Auftauchen seiner Kollegin, nahm er Minerva McGonagall das Glas ab. Misstrauisch beäugte er den dunkelblauen Inhalt und zupfte an dem seltsamen Konstrukt, das verdächtig an den Regenschirm von Hagrid erinnerte. Vorsichtig hielt er seine Nase über den Rand des Glases und verzog sofort angewidert das Gesicht.

"Du willst mich vergiften, Minerva", stellte er fest und stellte das Glas auf einen Stumpf, der einst eine Palme gewesen war. Er würde ganz sicher nichts trinken, dessen Zusammensetzung ihm nicht bekannt war. Und dieses blaue Gemisch roch sehr verdächtig nach Alkohol. "Dir hat wohl niemand beigebracht, dass Alkohol und Sonne sich nicht sonderlich gut vertragen."

"Deine Aufmachung und die Sonne vertragen sich noch viel weniger", hielt Minerva ihrem Kollegen vor. "Aber dagegen lässt sich ja zum Glück etwas tun", murmelt sie, während sie in ihrer bunten Strandtasche wühlte, die sie sich über die Schulter gehängt hatte. "Ah", rief sie schließlich freudestrahlend. Sie zog ihren Zauberstab aus der Tasche. "Da ist er ja!" Minerva richtete das unscheinbare Stück Holz auf ihren Kollegen.
"Wag' es nicht, Minerva", fauchte Severus Snape, ohne den Blick auch nur einen Moment lang von dem Zauberstab zu lassen. "Ich habe ganz sicher nicht vor, meinen Körper den gefährlichen Strahlen der Sonne auszusetzen." Er streckte die Hand aus, doch Minerva war schneller und zog ihren Zauberstab ein kleines Stück zurück. Severus griff ins Leere. Schließlich gab der Lehrer auf und wandte sich an seinen Schulleiter. "Warum hat sie einen Zauberstab und ich musste meinen in Hogwarts lassen?", wollte er wissen. Doch ein lautes Jammern lenkte ihn diesem Moment alle drei ab und so blieb es dem Schulleiter erspart, seinem Lehrer erklären zu müssen, dass er der Einzige war, dem er den Zauberstab abgenommen hatte.

"Lupin!" Beinahe weinerlich klang die Stimme von Gilderoy Lockhart über den hellen Sandstrand. "Ihr habt schon wieder meine Burg mit eurem Ball zerstört." Der blonde Lehrer nahm eine Handvoll Sand und warf sie nach dem Kollegen. Remus Lupin lachte, als der Sand ihm um mehrere Meter verfehlte. Mit der Hand deutete er auf den kleinen Ball, der sich inmitten der sich tief in die Sandburg eingegraben hatte.

"Wirf ihn schon rüber, Gilderoy", forderte er den anderen Mann auf. "Und statt herumzujammern, könntest du auch mitspielen", schlug er vor. Gilderoy schaute einen Moment auf das gespannte Netz und dann auf die verschwitzten Körper der Volleyballspier. Schließlich schüttelte er den Kopf.

"Meine Zeiten als Profispieler sind lange vorbei", begann er, den Blick auf einen undefinierbaren Punkt in der Ferne gerichtet. "Damals, als Kapitän der Nationalmannschaft …“, fuhr er fort und merkte nicht einmal, dass Lupin sich den Ball holte und zu seinen Mitspielern zurückkehrte. "… in letzter Minute habe ich das Spiel herumgerissen und den Sieg für unsere Mannschaft …" Die Spieler hörten Gilderoy Lockhart nicht zu. Und auch Severus Snape wurde abgelenkt.

"Siehst du, Severus, selbst Gilderoy hat seinen Spaß", hielt Minerva ihrem Kollegen vor. Ihr Blick suchte den schier endlosen Sandstrand ab. "Nur um unseren guten Filch mache ich mir ein wenig Sorgen, Albus", stellte sie fest, nachdem sie die kleine Gestalt des alternden Hausmeisters entdeckt hatte. "Er versucht seit heute Morgen, den Sand zusammenzufegen." Sie seufzte leise. "Vielleicht solltest du mal ein ernstes Gespräch mit ihm führen." Sie drehte sich um und musterte Snape. "Ich kümmere mich derweil um unseren viel zu angezogenen Tränkemeister." Wieder hielt sie den Zauberstab in der Hand und Snape fiel wieder ein, was er von dem Schulleiter hatte wissen wollen.

"Warum hat sie …" Er wurde jäh unterbrochen, als ein kühler Windhauch über seine Beine strich, begleitet von dem leisen Lachen des Schulleiters. Er sah an sich herunter und zuckte unwillkürlich zusammen. "Minerva, wie konntest du nur!" Verzweifelt zupfte er an dem dünnen Stoff bunter Shorts herum. "Ich werde einen Sonnenbrand bekommen", schob er hinterher, während er versuchte, mit dem wenigen Stoff so viel Haut wie möglich zu bedecken.

"Sei nicht albern, Severus. Ein wenig Sonne wird dich nicht gleich umbringen." Es war nicht zu überhören, dass die alte Lehrerin sich köstlich amüsierte und noch bevor Severus etwas tun konnte, war auch sein schwarzes Hemd verschwunden.

"Das geht eindeutig zu weit." Severus Snape sprang auf. "Albus, du kannst doch nicht zulassen, dass …" Der Schulleiter schmunzelte und Severus Snape ahnte, dass er von dem Mann keinerlei Unterstützung zu erwarten hatte. Verzweifelt sah er von Minerva zu Albus und schließlich hinüber auf den Strand. Wie sollte er aus der Sache jetzt heil herauskommen? Flehende Blicke huschten hinüber zu den Volleyballspielern. Doch diese waren viel zu sehr mit ihrem Spiel beschäftigt. "Das werdet ihr mir büßen", knurrte er schließlich, wandte sich ab und lief den Strand hinauf.

"Severus, du hast … " Sie starrte gebannt auf den flüchtenden Mann. Erst als der Tränkemeister hinter den Palmen verschwunden war, schien sie aus der Starre zu erwachen. "Albus?" Sie sah ihren Schulleiter und langjährigen Freund fragend an. "Hast du davon gewusst?", wollte sie wissen. Albus Dumbledore schüttelte den Kopf.

"Aber es erklärt so einiges, meine Liebe", stellte er zufrieden fest. Minerva McGonagall zog ihre rechte Augenbraue ein Stück hoch.

"Was bitte erklärt es? Unser griesgrämiger Tränkemeister hat einen goldenen Löwen auf seinem Rücken." Minerva schaute erneut in die Richtung, in der eben jener Lehrer verschwunden war. "Severus Snape hat eine Tätowierung. Ausgerechnet einen Löwen. Ich sehe nicht, was das erklären könnte." Albus Dumbledore schmunzelte, streckte die Hand aus und deutete auf die frei gewordene Liege. Widerwillig ließ Minerva sich darauf nieder.

"Schau einfach eine Weile zu", forderte Albus seine Kollegin auf und deutete auf die Volleyballspieler am Strand, gerade in dem Moment, das Remus Lupin mit einem Hechtsprung den Ball erwischte. Das ohnehin schon kurze T-Shirt des Mannes rutschte ein Stück höher und Minerva rang nach Luft, als sie erkannte, was sich unter dem T-Shirt befand.

"Das ist eine Schlange", presste sie hervor, ohne den Blick auch nur für einen Moment von dem Werwolf zu lassen. Remus Lupin richtete sich auf, zog das T-Shirt zurecht und winkte den Zuschauern zu. Nur wer wusste, wonach er schauen musste, sah den suchenden Blick im Gesicht des Mannes. Und Albus Dumbledore wusste sehr genau, wonach er suchen musste. Er kannte seine Lehrer besser, als ihnen oft lieb war. Mit einer kurzen Kopfbewegung deutete er auf das helle Gebäude im Hintergrund und schmunzelte, als Remus Lupin, ohne zu zögern, das Spielfeld verließ und den gleichen Weg nahm, wie zuvor der Tränkemeister.

Albus Dumbledore lächelte zufrieden, lehnte sich zurück und griff nach seinem Cocktail. Manchmal, nur manchmal, lief alles genau so, wie er es gerne wollte.
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