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1

Donnerstag, 24. Januar 2008, 19:40

Kapiteleinleitungen (mit Fallbeispiel)

N'Abend zusammen!

Wenn ich ein neues Kapitel anfange, weiche ich manchmal von der allgemein üblichen Form ab und schreibe nicht erst eine lange Einleitung. Also ich meine jetzt beispielsweise nicht ein Kapitel nach einem Cliffi oder ähnliches, sondern wenn z. B. in der Story ein neuer Tag beginnt. Manchmal steige ich einfach in einen Dialog ein und schreibe dann während dieses Dialoges quasi nachträglich die Einleitung. Hier mal ein Beispiel:

„So kann es doch nicht weitergehen Harry. Gibt es denn nichts, was du gegen V..Voldemorts Angriffe tun kannst?“, fragte Hermine am folgenden Morgen, als sie beim gemeinsamen Frühstück saßen.

„Ich werde ihm eine Eule schicken und höflich darum bitten, seine Angriffe einzustellen“, antwortete Harry etwas barscher als beabsichtigt.

Er war an diesem Morgen äußerst gereizt. Es war schon die dritte Nacht, in der er kaum geschlafen hatte. Die Schmerzen in seiner Narbe waren kaum noch von Bedeutung, da sich mittlerweile sein gesamter Schädel so anfühlte, als stünde er kurz vor dem Zerbärsten. Ein kurzer Blick in den Spiegel hatte genügt, um zu sehen, dass er auch äußerlich nicht gerade in Höchstform war.

Mein Betaleser meinte damals, dass ich nicht so rasch in ein Kapitel einsteigen sollte. Mir hingegen gefällt diese Schreibweise, da sie vom typischen Storyverlauf abweicht und somit auch Abwechslung hineinbringt. Was meint ihr denn dazu?

Gruß Steffen
Signatur von »Steffen« Wer das hier liest ist ...

2

Donnerstag, 24. Januar 2008, 20:18

Re: Kapiteleinleitungen

Tja.. also ich muss sagen. Dein Beispiel für einen Kapitelstart gefällt mir außerordentlich gut. Ich denke eine wirkliche Einleitung, die in die neue Handlung reinführt braucht man nur, wenn man in dem Kapitel zuvor auf einer ganz anderen Storyline war...

yoho

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3

Donnerstag, 24. Januar 2008, 20:44

Re: Kapiteleinleitungen

Hallo Steffen,

mir als Kurzgeschichtenschreiber gefällt das natürlich außerordentlich gut. Ich finde die ersten Sätze eines Kapitels oder einer Geschichte ungeheuer wichtig. Hier entscheidet sich, ob die Leser dabei bleiben oder nach wenigen Zeilen angenervt und gelangweilt aufgeben.

Von da her, weiter so!!

Gruß yoho

PS: und ein Gruß an den Beta. Bersten schreibt man leider mit 'e'. Aber ich musste es auch nachschlagen, weil ich nach der zweiten oder dirtten Rechtschreibereform irgendwie den Faden verloren habe. Sah mir nur so komisch aus.

4

Donnerstag, 24. Januar 2008, 21:23

Re: Kapiteleinleitungen

Ups... da nimmts jemand ganz genau. :) Trotzdem danke, also bin ich mit meiner Schreibweise nicht auf dem falschen Weg.

Steffen
Signatur von »Steffen« Wer das hier liest ist ...

5

Samstag, 26. Januar 2008, 22:57

Re: Kapiteleinleitungen

Hi zusammen,

Ich finde die Schreibweise auch gut, ich fang selbst alle meine Kaps meistens so an, drum reiß ich mich jetzt zusammen und versuch ein paar mal einleitungen zu schreiben, als abwechslung :D

Und was Tim geschrieben hat find ich sehr einleuchtend, wenn man zum Kapitelanfang am selben Ort oder bei der gleichen Person wie am Ende des vorhigen Kapitels ist, passt ein Dialog als Einstieg sehr gut.

Ist man jetzt aber beispielweiße vorher in Hogwarts und dann in London, ist eine Einleitung glaub ich besser und auch beim Storyanfang würd ich eher eine Einleitung benutzen.
Das führt den Leser langsam an die Story heran....

Außer du willst den Leser ins kalte Wasser schubsen.... ;D
Hat alles seine vor und nachteile...

schreibst du eine Einleitung die total Langweilig ist aber die Situation gut erklärt, lesen die wenigsten über die dritte Zeile hinaus...
schreibst du aber keine Einleitung, liest der Leser zwar weiter verliert aber nach der Hälfte des Kapitels vieleicht den Überblick...

Also eigentlich kann man beide Varianten benutzen,
Das was dein Beta meinte, ist wahrscheinlich die Andeutung das die meisten Buchautoren ihre Kapitel nicht mit Dialogen anfängt.
Aber da wir ja keine Bücher schreiben.... ;)

Ciao

Only Time
Signatur von »Only«

6

Samstag, 26. Januar 2008, 23:41

Re: Kapiteleinleitungen

Ich würde sagen, dass ist ein klarer Fall von "die Mischung macht's". Immer nur das Eine benutzen, oder das Andere kann langweilig werden, wenn alle Kapitel gleich beginnen. Außerdem hängt's auch von der Situation ab - wenn es zum Beipiel eine Szene mit viel "Action" ist, kann ich mir gut vorstellen, wie man den Leser mitten rein schmeißt, und sich um den Weg, der zu der Situation geführt hat, später kümmert. Hab ich selber so gemacht, bei einer Kampfszene, und ich fand's sehr passend.

Einen Nachteil hat das Einsteigen "mittendrin" aber: weil man ja später schreiben muss, wie sich die Geschichte bis zu dem Einstieg entwickelt hat, verfälllt man leicht ins Zusammenfassen der Ereignisse, d.h. der Erzähler kommt sehr stark durch.

Vielleicht kennst du das Motto "Show, don't tell" - es geht eben genau darum, dass man vorzugesweise den Leser das Geschehen "durch die Augen" der Person erleben lässt, anstatt die Ereignisse als Erzähler zusammenzufassen. Und wie gesagt, das Einsteigen mitten in der Handlung führt leicht dazu -

Zitat

Er war an diesem Morgen äußerst gereizt. Es war schon die dritte Nacht, in der er kaum geschlafen hatte. Die Schmerzen in seiner Narbe waren kaum noch von Bedeutung, da sich mittlerweile sein gesamter Schädel so anfühlte, als stünde er kurz vor dem Zerbärsten. Ein kurzer Blick in den Spiegel hatte genügt, um zu sehen, dass er auch äußerlich nicht gerade in Höchstform war.


- ein perfekter Einstieg in eine Zusammenfassung, wenn es in dem Stil weitergeht.

Nun hat diese Regel Ausnahmen, und manche lehnen sie sogar ganz ab, und es heißt auf keinen Fall, dass man deswegen diese Art von Kapitelanfängen sein lassen sollte - aber man sollte sich den Auswirkungen immer bewusst sein, denke ich. Denn dann kann man sie verhindern, wenn man das will.

Wie gesagt (und damit stimme ich dir zu ;)), IMO geht es (hier wie allgemein) um Abwechslung, und/oder um das, was du meinst, was in diesem Augenblick am besten passt.

MfG,
SS
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Sonntag, 27. Januar 2008, 10:18

Re: Kapiteleinleitungen

Die Zusammenfassung während des Dialogs hatte ich in diesem Kapitel sogar beabsichtigt. Da die Ereignisse für die Story nicht wirklich ausschlaggebend sind, wollte ich nicht erst noch eine lange Einleitung schreiben, wie es dazu kam. Daher nur eine kurze Zusammenfassung, nach der es dann aber aus Harrys Perspektive normal weitergeht.
Signatur von »Steffen« Wer das hier liest ist ...

8

Sonntag, 27. Januar 2008, 12:35

Re: Kapiteleinleitungen

Ja, sicher, das ist genau, was ich meinte - wenn du sowieso Zusammenfassen wolltest, passt der Anfang hier perfekt. Nur kann es Situationen geben (und da hab ich mich auch schon mehr als einmal "ertappt"), wo das nicht der Fall ist; und man trotzdem, durch die Art des Einstiegs, eigentlich wichtige Ereignisse, die man vorher sorgfältig geplant hatte, genauso zusammenzufassen beginnt.

Das wollte ich oben ausdrücken.
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9

Sonntag, 27. Januar 2008, 17:29

Re: Kapiteleinleitungen

Ich finde, dass das eine wirklich interessante Frage ist und kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen. Diese Art von Einstieg ist eine interessante Abwechslung!

Also SeriousScribble, du meinst doch, dass man eher unwichtigere/kurze Dinge in einen Dialog einfließen lassen kann. Dass man bei längeren 'Zwischenereignissen' jedoch eine Einleitung schreiben sollte?
Hab ich das richtig verstanden? ??? ;D

Only Time meinte noch, dass man als Storyanfang lieber eine Zusammenfassung schreiben sollte.
Ich persönlich finde es eigentlich interessanter, wenn zu Anfang erstmal nicht ewig erklärt wird.
Es sei denn du damit das erste Kapitel?!
Also IMO ist der Prolog ein Stück in dem man nicht viel erklärt, sondern den Leser 'ins kalte Wasser schmeißt', um Interesse zu wecken. Am Anfang des ersten Kapitels kann man dann ja eine Einleitung schreiben.
Oder was meint ihr? Bzw. meintest du das so Only Time? xD *allgemeine Verwirrung schaff* sry! :D

Mich interessiert dieses Thema nur gerade, weil ich am überlegen bin (von wegen Geschichtenanfang usw.).

Liebe Grüße,
Heaven

P.S.: Hoffe, das war jetzt nicht zu unverständlich, kann mich grad iwie nicht so ausdrücken wie ich will. :-[
Signatur von »Heaven« There was some open space between what he knew and what he tried to believe, but nothing could be done about it, and if you can't fix it you've got to stand it.

~ Brokeback Mountain by Annie Proulx ~



10

Sonntag, 27. Januar 2008, 18:28

Re: Kapiteleinleitungen

Zitat von »Heaven«

P.S.: Hoffe, das war jetzt nicht zu unverständlich, kann mich grad iwie nicht so ausdrücken wie ich will. :-[


Öh... ich versuch's einfach mal ;)

Nehmen wir ein Beispiel, einfach das von oben, und führen es fort:

Zitat

„So kann es doch nicht weitergehen Harry. Gibt es denn nichts, was du gegen V..Voldemorts Angriffe tun kannst?“, fragte Hermine am folgenden Morgen, als sie beim gemeinsamen Frühstück saßen.

„Ich werde ihm eine Eule schicken und höflich darum bitten, seine Angriffe einzustellen“, antwortete Harry etwas barscher als beabsichtigt.

Er war an diesem Morgen äußerst gereizt. Es war schon die dritte Nacht, in der er kaum geschlafen hatte. Die Schmerzen in seiner Narbe waren kaum noch von Bedeutung, da sich mittlerweile sein gesamter Schädel so anfühlte, als stünde er kurz vor dem Zerbärsten. Ein kurzer Blick in den Spiegel hatte genügt, um zu sehen, dass er auch äußerlich nicht gerade in Höchstform war.

Auch danach war der Tag nicht besser geworden. Nachdem er das Haus verlassen hatte, um Brötchen zu holen, war er von drei Todessern überfallen worden, die er nach einem längeren Kampf besiegte, bevor Voldemort persönlich auftauchte, und er nur mit knapper Mühe entkommen konnte. Und nun saß er hier. Kein Wunder dass er gereizt war.


Das ist eine Zusammenfassung, und wäre ein miserabler Stil. Denn wenn all das wirklich passiert wäre, dann würden wir mehr wissen wollen über den Kampf, als nur zwei Sätze, oder?

Aber weil man ja den Anfang, chronologisch gesehen, später angesetzt hat, und somit der Kampf vor dem Gespräch stattgefanden hat, und man ihn irgendwie zusammenfassen muss, passiert leicht so etwas wie oben, auch wenn das natürlich übertrieben ist. Das ist die Gefahr von der ich in meinem ersten Beitrag sprach.

Man kann aus dem Stil ausbrechen, sicher - das sieht dann ungefähr so aus:

Zitat

...

Auch danach war der Tag nicht besser geworden. Nachdem er das Haus verlassen hatte, um Brötchen zu holen, hatte er ein Geräusch gehört. Plötzlich sprangen drei schwarzgekleidete Gestalten vor ihm auf den Weg. Todesser!

Harry zog sofort seinen Zauberstab, aber einer der Todesser war schneller...

...blabla, sehr viel Text...

...Und nun saß er hier. Kein Wunder dass er gereizt war.


Das Problem daran ist, das der Leser durch den notwendigerweise langen Text des Flashbacks/Rückblende tendenziell schon wieder vergessen hat, wie der Anfang war (dass Harry beim Frühstück sitzt, wer noch da ist...), wenn er das Ende erreicht hat, wo die erste Szene (das Frühstück) weitergeht.

Deswegen würde ich persönlcih (aber wie immer, das ist nur meine Meinung) bei solchen Ereignissen das Kapitel gradlinig mit Harrys Aufstehen beginnen oder - wenn es durchaus ein Einstieg mittendrinnen sein soll - in den Anfang des Kampfes einsteigen, weil dann ja vorher, zeitlich gesehen, wieder nur unwichtige Dinge geschehen sind (Aufstehen, aus dem Haus gehen etc.), die man dann mit gutem Recht kurz in zwei, drei Sätzen zusammenfassen kann.

Ich hoffe es ist klar geworden, was ich meinte... und Entschuldigung an Steffen, dass ich seine Geschichte hier verwurschtelt hab ;)


Nachtrag:

Zitat von »Heaven«

Only Time meinte noch, dass man als Storyanfang lieber eine Zusammenfassung schreiben sollte.
Ich persönlich finde es eigentlich interessanter, wenn zu Anfang erstmal nicht ewig erklärt wird.
Es sei denn du damit das erste Kapitel?!
Also IMO ist der Prolog ein Stück in dem man nicht viel erklärt, sondern den Leser 'ins kalte Wasser schmeißt', um Interesse zu wecken. Am Anfang des ersten Kapitels kann man dann ja eine Einleitung schreiben.
Oder was meint ihr? Bzw. meintest du das so Only Time? xD *allgemeine Verwirrung schaff* sry! :D


Ich gehe davon aus, dass Only Time Geschichten ohne Prolog meinte - es muss ja nicht jede Geschichte einen haben. Beim Prolog stimme ich dir zu, das ist sowas wie ein Vorgeschmack, zum reinschnuppern - dass kann eine Szene komplett ohne Kontext sein. Mag ich sehr. Als ich meinen Prolog schrieb, hab ich am allerersten Satz lange überlegt, und bin sehr glücklich mit ihm ("Der Himmel brannte.") - das sollte den Leser sofort in die Geschichte hineinziehen.

Das erste echte Kapitel dagegen (und insbesondere, wenn es vorher keinen Prolog gibt), würde und hab ich immer, wie OnlyTime meinte, mit einer recht ausführlichen Einleitung begonnen, über die Umstände, das "Setting" etc. ...

MfG,
Niels
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SeriousScribble« (27. Januar 2008, 18:54)


M!ka

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Sonntag, 27. Januar 2008, 20:45

Re: Kapiteleinleitungen

So, will meinen Senf auch mal noch dazu geben ;)

Ich hab jetzt auch einen Mehrteiler angefangen (meinen 1., einfach ein Versuch, hab daher eigentlich keine Erfahrung damit, sondern geh mehr von Leserseite aus, da ich ziemlich viele FFs lese, bzw. gelesen habe...) und bin mitten in der Handlung, im Dialog, eingestiegen, im 1. Kapitel. Später hab ich dann beschlossen noch einen Prolog zu schreiben, wie es überhaupt dazu kam, dass sie das machen, was sie eben tun. (Will jetzt hier nicht die gesamte Story erzählen ^^)
Aber trotz Prolog, will ich jetzt eigentlich keine lange Einleitung zum 1. Kapitel noch dazuschreiben, weil das irgendwie nicht mehr passen würde. Und der Prolog eigentlich schon das Warum und auch das Was erklärt. Das Wo ergibt sich von selbst bzw. wurde eigentlich auch schon im Prolog nebenbei geklärt und das Wann ist zunächst noch unwichtig. Dann bleiben nur noch die Personen übrig, aber man erzählt ja auch nicht im Voraus, das später innerhalb des Kapitels noch die und die Personen hinzukommen und wer am Anfang da ist, liest man ja ^^ Das wäre jetzt direkt auf meine Geschichte bezogen, die allerdings auch nicht ewig lang und ausschweifend werden soll.

Andere Geschichten, die z.B. ein ganzes Schuljahr umfassen sollen (Harrys 7. oder das Schuljahr irgendwelcher anderen Personen) oder länger, für die finde ich eine Einleitung eigentlich besser.
Ich finde aber, wenn ich eine FF beginne zu lesen, eine lange Einleitung eher nervend, sie sollte nicht so ausführlich sondern ziemlich kurz gehalten sein. Kommt aber auch immer auf den Plot an, klar.

Allerdings sind die HP Bücher eigentlich auch eher direkt in die Handlung eingestiegen. Ich erinner mich jetzt nur noch ganz genau an den 7., da hat JKR auf eine Einleitung doch verzichtet, oder seht ihr das anders? "Die beiden Männer..." bla bla, nix von wer, wo, was...

Und nur bei einzelnen Kapiteln bin ich eigentlich auch eher dafür, direkt in die HAndlung einzusteigen ohne lange Erklärungen, aber wenn es sich plötzlich um ganz andere Personen oder Orte handelt, wäre eine Einleitung schon nicht fehl am Platz... Und immer ohne Einleitung oder mit, wird langweilig... Abwechslung reinbringen... ^^

Den Kapitelanfang von dir, Steffen, find ich daher wirklich gut, genau mein Geschmack ^^

Oh Mann, ich hatte schon immer n Talent dafür, lang über Sachen zu reden (bzw. schwafeln ^^), von denen ich eigentlich nicht wirklich Ahnung habe... ;D
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" Leben ist Das, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben.“
Henry Miller, Schriftsteller
~*~

12

Montag, 28. Januar 2008, 13:37

Re: Kapiteleinleitungen

Zitat von »SeriousScribble«


Zitat von »Heaven«

Er war an diesem Morgen äußerst gereizt. Es war schon die dritte Nacht, in der er kaum geschlafen hatte. Die Schmerzen in seiner Narbe waren kaum noch von Bedeutung, da sich mittlerweile sein gesamter Schädel so anfühlte, als stünde er kurz vor dem Zerbärsten. Ein kurzer Blick in den Spiegel hatte genügt, um zu sehen, dass er auch äußerlich nicht gerade in Höchstform war.

Auch danach war der Tag nicht besser geworden. Nachdem er das Haus verlassen hatte, um Brötchen zu holen, war er von drei Todessern überfallen worden, die er nach einem längeren Kampf besiegte, bevor Voldemort persönlich auftauchte, und er nur mit knapper Mühe entkommen konnte. Und nun saß er hier. Kein Wunder dass er gereizt war.


Das ist eine Zusammenfassung, und wäre ein miserabler Stil. Denn wenn all das wirklich passiert wäre, dann würden wir mehr wissen wollen über den Kampf, als nur zwei Sätze, oder?


Einsrpuch Euer Ehren! *lol*

Jetzt muss ich auch mal was dazu sagen, weil ich diese Probleme auch nur zu gut kenne.
Zum einen stimme ich allen zu, die sagen "die Mischung machts" Es kommt einfach stark auf den Kapitelinhalt und den Bezug zum vorherigen Kapitel an, sodass man keine allgemeingültige Aussage dazu treffen kann.

Zu dem, was SiriousScribble da an der kurzen Rückblende von Heaven anmerkt, meine ich jedoch folgendes:
Lange Rückblenden im Plusquamperfekt sind auf alle Fälle zu vermeiden, gegen so ein paar kurze Sätze spricht jedoch nichts. Den Kampf ausführlich zu schildern, wie SirrousScribble vorschlägt, ist aber auch nur dann eine Alternative, wenn der Kampf für den Plot auch relevant ist. Wenn nicht, dann bläht er die Geschichte unter Umständen nur auf und wenn man so etwas häufiger macht, hat man am Ende einer FF hundert Seiten Zeugs geschrieben, was belanglos ist.
Auch nicht das gelbe vom Ei.

Ein längerer Kampf einer gegen Drei und am Ende auch noch gegen Voldemort persönlich, impliziert natürlich eine Dramatik, die man nicht unbedingt in einem Nebensatz abtun sollte. Deswegen kann man sich überlegen, ob man das Ganze - so diese Begegnung nicht ursächlich Plotrelevant ist - einfach runterspielt, sodass sie Nebensatztauglich wird und trotzdem zeigt, warum Harry ein klein wenig gereizt ist.

Beispielsweise so:
Auch danach war der Tag nicht besser geworden. Nachdem er das Haus verlassen hatte, um Brötchen zu holen, war er von zwei Todessern überfallen worden, die er nur schwer wieder losgeworden war. Und nun saß er hier. Kein Wunder dass er gereizt war.


Ein Kapitelanfang, der mitten in die Geschichte einsteigt, lässt einen Leser im weiteren Verlauf viel Tempo erwarten. Wenn man also ein eher ruhiges Kapitel so anfängt, dann weckt man bei einem Leser auch eine falsche Erwartungshaltung.
Ich habe beim Schreiben schon oft umdisponiert, wenn ich das Kapitel zu Ende geschrieben habe. Entweder dazu, dass ich Rückblenden doch noch vorgezogen habe und quasi als Kapiteleinleitung geschildert habe oder umgekehrt, dass ich gleich in die Handlung eingestiegen bin. Manchmal kann man das, was im Endeffekt am Besten ist, erst im Nachhinein sehen.
Signatur von »fee-morgana« Das Schicksal mischt die Karten und wir spielen
(A. Schopenhauer)


Die Hüter des Lichts Teil I bis III

13

Montag, 28. Januar 2008, 14:18

Re: Kapiteleinleitungen

Zitat von »fee-morgana«


Einsrpuch Euer Ehren! *lol*

Jetzt muss ich auch mal was dazu sagen, weil ich diese Probleme auch nur zu gut kenne.
Zum einen stimme ich allen zu, die sagen "die Mischung machts" Es kommt einfach stark auf den Kapitelinhalt und den Bezug zum vorherigen Kapitel an, sodass man keine allgemeingültige Aussage dazu treffen kann.

Zu dem, was SiriousScribble da an der kurzen Rückblende von Heaven anmerkt, meine ich jedoch folgendes:
Lange Rückblenden im Plusquamperfekt sind auf alle Fälle zu vermeiden, gegen so ein paar kurze Sätze spricht jedoch nichts. Den Kampf ausführlich zu schildern, wie SirrousScribble vorschlägt, ist aber auch nur dann eine Alternative, wenn der Kampf für den Plot auch relevant ist. Wenn nicht, dann bläht er die Geschichte unter Umständen nur auf und wenn man so etwas häufiger macht, hat man am Ende einer FF hundert Seiten Zeugs geschrieben, was belanglos ist.
Auch nicht das gelbe vom Ei.

Ein längerer Kampf einer gegen Drei und am Ende auch noch gegen Voldemort persönlich, impliziert natürlich eine Dramatik, die man nicht unbedingt in einem Nebensatz abtun sollte. Deswegen kann man sich überlegen, ob man das Ganze - so diese Begegnung nicht ursächlich Plotrelevant ist - einfach runterspielt, sodass sie Nebensatztauglich wird und trotzdem zeigt, warum Harry ein klein wenig gereizt ist.

Beispielsweise so:
Auch danach war der Tag nicht besser geworden. Nachdem er das Haus verlassen hatte, um Brötchen zu holen, war er von zwei Todessern überfallen worden, die er nur schwer wieder losgeworden war. Und nun saß er hier. Kein Wunder dass er gereizt war.


Ein Kapitelanfang, der mitten in die Geschichte einsteigt, lässt einen Leser im weiteren Verlauf viel Tempo erwarten. Wenn man also ein eher ruhiges Kapitel so anfängt, dann weckt man bei einem Leser auch eine falsche Erwartungshaltung.


Lol, ich hab's ja fast befürchtet - fee, das ist ja keine Geschichte - den letzten Absatz hab ich doch einfach dazuerfunden, um das als ein Beispiel zu illustrieren! Heaven kann da nichts für, wenn es Fehler hat, sind das meine Fehler...

Aber natürlich hast du Recht, und genau das hab ich auch versucht zu sagen -

Zitat von »mir selbst«

...wieder nur unwichtige Dinge geschehen sind [...], die man dann mit gutem Recht kurz in zwei, drei Sätzen zusammenfassen kann.


Einige Sätze im Plusquamperfekt sind absolut okay, wenn sich nicht wichtihg für die Geschichte sind, und/oder nur Nebensächlichkeiten enthalten.

Das konstruierte Beispiel sollte ja eines sein, das relevant ist für den Plot, das war ja gerade das, was ich damit sagen wollte - wenn man den Anfang nach etwas wichtigem setzt, und dieses Wichtige in eine Rückblende packt, bekommt man diese Probleme.

Insofern ist deine Lösung des Absatzes/Problems absolut in Ordnung, nur untergräbt es natürlich mein Beispiel ;)


Andererseits neige ich in der Tat dazu, sehr ausführliich (manchmal zu ausführlich?) zu schreiben, sodass meine Sicht der Dinge vielleicht mit Vorsicht zu genießen ist - dass nur an alle als Warnung, die mir gleich glauben möchten ;) Deine Kritik ist ebenso eine Kritik an der konsequenten Durchsetzung des o.g. "Show, don't tell"-Motto - und ich muss gestehen, dass ich es normalerweise sehr berücksichtige. Vielleicht ist auch das am Ende eine Stilfrage.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »SeriousScribble« (28. Januar 2008, 14:49)


14

Montag, 28. Januar 2008, 16:35

Re: Kapiteleinleitungen

Oh, im Untergraben von irgendwelchen Dingen bin ich manchmal ganz gut *lol*

Ich hatte mir schon gedacht, dass es nur ein Beispiel und keine echte Geschichte ist, aber das habe ich wohl auch nicht deutlich gemacht.
Ich fand es auf jeden Fall gut, dieses Thema mal anzuschneiden, denn damit hat man doch öfter mal zu kämpfen und muss sich bei jedem neuen Kapitel aufs Neue damit befassen. Und am Ende hilft immer nur überarbeiten ... überarbeiten ... überarbeiten ... ::) :P
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Die Hüter des Lichts Teil I bis III

15

Samstag, 16. Januar 2010, 15:26

Okay, ich bin dann doch eher Anfängerin, aber was ich sehr nützlich fand, war ein Essay von der Nutzerin Trovia auf fanfiction.net "Am Anfang war das Wort - Wie man effektiv in eine Szene einsteigt."
http://home.arcor.de/phelia/geli/szeneneinstiege.html

Jetzt von mir als Schreiberling:
Da ich eine Vorliebe für Cliffhanger habe, geht es logischerweise von diesem Punkt aus weiter, wobei ich dann gerne einen Perspektivenwechsel mache - das heißt, meinetwegen will Fred sich aus dem Schloss schleichen, womit das Kapitel endet, und am Anfang des nächsten Kapitels bekommen wir aus McGonagalls Sicht mit, das ein Schüler aus dem Bett ist und machen uns mit ihr auf den Weg, um zuzusehen, ob sie herausfindet, dass es Fred ist.

Oder ich beziehe mich auf das vorherige Kapitel:
Beispiel: Meine Protagonistin erhält von Dumbledore die Nachricht, das sie dann und dann in sein Büro kommen soll -
Kapitelende
"Und, was wollte der Schulleiter von dir?", fragte X.

Ich versuche einfach, zu variieren - im Endeffekt ist es ja eine Frage des Geschmackes und Geschmäcker sind verschieden.
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